Würzburger Kickers: Verwirrung um „Phantom“ Soriano

FWK-Chef Sauer pocht auf Vertrag und Ablöse

FWK-Trainer Stephan Schmidt muss endgültig auf Elia Soriano verzichten

Muss endgülitig ohne Elia Soriano planen: FWK-Coach Stephan Schmidt © imago/foto2press

Die Würzburger Kickers machen ihrem „Phantom“ Elia Soriano beim schon als perfekt verkündeten Wechsel zum polnischen Erstligisten Korona Kielce womöglich noch einen Strich durch die Rechnung. Die Unterfranken pochen auf einen mutmaßlich gültigen Vertrag mit dem dauerabwesenden Torjäger und machen entsprechend eine Ablöse zur Bedingung für eine Freigabe.

Soriano erhält Spielgenehmigung erst nach Klärung der Ablösemodalitäten. (FWK-Chef Daniel Sauer)

FWK-Vorstandschef und -Sportdirektor Daniel Sauer ließ einem Bericht der Mainpost zufolge keinen Zweifel an der Entschlossenheit seines Klubs zu einer notfalls auch gerichtlichen Konfrontation. „Ich gehe davon aus, dass Soriano erst eine Spielgenehmigung erhält, wenn die Ablösemodalitäten zwischen den Vereinen geklärt sind“, sagte Sauer in einer ersten Reaktion auf die Nachricht von Sorianos Vertragsunterschrift in Kielce.

Gültigkeit des Vertrags nach Kickers-Abstieg strittig

Kern der Auseinandersetzung zwischen den Kickers und dem Deutsch-Italiener ist die Gültigkeit des Vertrages nach Würzburgs Zweitliga-Abstieg. Der im Januar 2016 von den Stuttgarter Kickers nach Würzburg gekommene Bruder des italienischen Nationalspielers Roberto Soriano (FC Villarreal) hält den Kontrakt aufgrund des Sturzes seines bisherigen Vereins in Liga drei offenkundig für nichtig und ließ sich zu Wochenbeginn in Kielce deswegen auch als ablösefreier Zugang vorstellen.

Für Würzburgs Auslegung des Arbeitspapiers spricht hingegen nicht nur die juristische Sicht des Klubs. Denn Soriano hatte zwar seit Saisonbeginn noch nicht einmal mit dem Team von Kickers-Coach Stephan Schmidt trainiert, war aber zugleich bis zu seiner für den FWK überraschenden Vorstellung in Polen wie in einem ordentlichen Arbeitsverhältnis vorschriftsmäßig wegen einer Grippe krank gemeldet.

Sauers Standpunkt erscheint nicht zuletzt auch deswegen überaus nachvollziehbar. Einknicken, so die Botschaft des Kickers-Bosses, werde der Verein denn auch nicht. Bei Spielern mit Vertrag sei stets der abgebende Verein der erste Ansprechpartner für den interessierten Klub, und die Würzburger haben laut Sauer „bislang von keinem Verein eine Anfrage erhalten“.

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