Würzburger Kickers: Was wurde aus den Abgängen 2017?

Das machen Nagy, Siebenhandl & Co.

Daniel Nagy, ehemaliger Spieler von Würzburg

Dániel Nagy verfolgt die Partien der Kickers noch. ©Imago/foto2press

Die Würzburger Kickers sind nach nur einer Jahr in der 2. Bundesliga bekanntlich wieder drittklassig unterwegs. Nicht viele Akteure hat es nach dem Abstieg am Dallenberg gehalten, auch Dániel Nagy hat es nach zwei Jahren bei den Kickers in seine Heimat verschlagen.

Sportlich liegt der 26-Jährige mit seinem Team, dem Újpest FC, derzeit im Tabellenmittelfeld der ersten ungarischen Liga. „Der Unterschied zwischen den Mannschaften ist schon recht groß. Einige Teams könnten sicherlich in der 2. Bundesliga in Deutschland spielen, einige eher in der 3. Liga“, ordnet Nagy gegenüber Liga-Drei.de die Qualität des Wettbewerbs in Ungarn ein.

Die Kickers hat der offensive Mittelfeldspieler nicht aus den Augen verloren, die Partie gegen einen weiteren ehemaligen Verein von ihm, den VfL Osnabrück, habe er per Liveticker verfolgt. „Die beiden Teams sollten die Punkte lieber gegen andere Konkurrenten erspielen“, lässt Nagy seine Verbundenheit zu den beiden Vereinen durchblicken.

Kontakt pflege er derzeit noch zu Sebastian Neumann, mit dem Nagy bereits in Osnabrück und zuletzt bei den Kickers zusammenspielte – gemeinsam durchlebten sie den vergangenen Abstieg aus der 2. Liga: „Es war eine sehr schwierige Zeit, 17 Spiele ohne Sieg waren schon sehr hart. Es fällt mir immer noch schwer, daran zurück zu denken. Obwohl wir bis zum Ende gekämpft haben, hat es leider nicht gereicht.“

Die Kickers haben die Qualität. (Dániel Nagy über das neue Würzburg-Team)

Das sich Würzburg in der neuen Liga bislang schwer tut, ist an Nagy nicht vorbeigegangen. Dennoch glaubt der 26-Jährige daran, dass seine ehemaligen Mitstreiter noch eine gute Rolle spielen werden: „Es braucht sicherlich seine Zeit, bis eine neue Mannschaft sich findet. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Kickers die Qualität haben.“ 

Das machen die anderen Abgänge

Valdet Rama
Der 29-Jährige kickt nun in China und bringt es bislang auf drei Einsätze für YB Funde. In China läuft die Saison schon länger, nach 26 Spieltagen findet sich sein Team auf einem Abstiegsplatz wieder.

Clemens Schoppenhauer
Der gebürtige Bremerhavener hat beim FC St. Pauli die Rolle als Back-Up für die Innenverteidigung eingenommen. Einen Einsatz konnte der 25-Jährige bislang noch nicht verbuchen.

Patrick Weihrauch
Vom Dallenberg auf die Alm – so verlief der Sommer für den 23-Jährigen. In Bielefeld ist Weihrauch gesetzt und konnte bereits einen Treffer sowie drei Vorlagen beisteuern.

Dominik Brunnhübner
Der 27-Jährige ist derzeit noch vereinslos.

Nejmeddin Daghfous
Der Offensivspieler ist zum SV Sandhausen gewechselt, wo er absoluter Stammspieler ist. Zuletzt trug der 30-Jährige beim SVS sogar die Kapitänsbinde. Ein Tor und zwei Vorlagen in acht Spielen – das ist seine bisherige Bilanz.

Elia Soriano
Soriano kickt in Polen und durfte bereits zwei Tore in fünf Pflichtspielen für seinen neuen Verein Korona Kielce bejubeln. Für einen Platz in der Startelf von Trainer Gino Lettieri reicht es bislang aber noch nicht.

Lukas Fröde
Fröde kehrte Würzburg nach nur einem halben Jahr den Rücken und ging zum MSV Duisburg. Dort hat sich der 22-Jährige im defensiven Mittelfeld etabliert und bringt es auf sieben Einsätze von Beginn an.

David Pisot
Pisot kehrte nach dem Abstieg zum KSC zurück, wo er bereits in der Jugend aktiv war. Der 30-Jährige ist im Wildpark auch unter dem neuen Trainer Alois Schwartz in der Innenverteidigung gesetzt.

Sebastian Ernst
Der 22-Jährige kickt nun in Fürth. Am Anfang der Saison durfte Ernst auch ran, unter dem neuen Coach Damir Buric durfte der Mittelfeldspieler zuletzt eine Halbzeit gegen Kaiserslautern ran.

Rico Benatelli
Benatelli spielt bekanntlich in Dresden, wo er in sechs von acht Spielen auch in der Startelf stand. Eine Vorlage konnte der 25-jährige Mittelfeldakteur bereits beisteuern.

Anastasios Lagos
Der Grieche ist in seine Heimat zurückgekehrt, wo er für AE Larisa aufläuft. Lagos wechselte erst spät, sodass er bislang auf drei Einsätze für sein neues Team kommt.

Jörg Siebenhandl
Der Schlussmann kehrte ebenfalls in sein Heimatland zurück und spielt nun für Sturm Graz in der österreichischen Bundesliga. Dort ist Siebenhandl, der für die Kickers nur in der Rückrunde zum Einsatz kam, Stammkeeper.

Peter Kurzweg
Union Berlin ist die neue sportliche Heimat von Kurzweg. In der Liga ist der Verteidiger allerdings zumeist Ersatz, im Pokal durfte er hingegen in der 1. Runde gegen Saarbrücken ran.

Tobias Schröck
Ebenfalls in der 2. Liga geblieben ist Schröck. Mit Ingolstadt durchlebte der 24-Jährige bislang eine ereignisreiche Spielzeit, bei der der Mittelfeldmann oft zwischen Bank und Startelf wechselt.

Júnior Diaz
Trotz seiner sportlichen Erfolge (3x polnischer Meister mit Wisla Krakau sowie WM-Teilnehmer mit Costa Rica), musste sich Diaz etwas gedulden, bis er einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. Der 34-Jährige kehrte im September in seine Heimat zurück und kickt seither für seinen Jugendverein CS Herediano.

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