Würzburger Kickers: Zu instabil in der Defensive

Besondere Schwäche in der Schlussphase

Michael Schiele an der Seitenlinie

Trainer Michael Schiele muss bei seiner Mannschaft noch an einigen Stellschrauben drehen. ©Imago images/foto2press

Am gestrigen Sonntag trafen sich im Ernst-Abbe-Sportfeld die einzigen beiden Drittligisten, die in dieser Saison noch nie zu Null spielten – und diese Serie setzte sich fort. Mit 1:1 trennten sich der FC Carl Zeiss Jena und die Würzburger Kickers am Ende, was sich für die Gäste wie zwei verlorene Punkte angefühlt haben muss.

So gingen die Kickers durch einen Kopfball von Sebastian Schuppan mit 1:0 in Führung, schafften es jedoch nicht, diese zu verwalten. „Wenig Absprache, wenig Kommunikation“, machte Kickers-Trainer Michael Schiele beim Gegentreffer aus, während sich Kapitän Schuppan ob des Unentschiedens „echt mies“ fühlte, wie er nach dem Spiel bei MagentaSport zu Protokoll gab.

Rasen-Gate?

Dabei ließ es sich gut an für die Würzburger, die in der ersten Halbzeit durchaus zu überzeugen wussten, sich allerdings gegen einen defensiv eingestellten FCC schwer tat. Das lag wohl auch am Geläuf: „Der Rasen: Ich weiß nicht, ob es mit Absicht gemacht wurde, aber er wurde nicht gewässert. Somit war er stumpf und dadurch war es ganz schwer für uns, das spiel zu machen“, gibt Schuppan einen Einblick auf die Platzverhältnisse im Paradies.

Ob stumpf oder nicht: Bereits zum fünften Mal in dieser Saison kassierten die Würzburger nach einer 1:0-Führung den Ausgleichstreffer. Während die Kickers dann allerdings oft durch die funktionierende Offensive nochmal nachlegen konnten, so auch beim 2:1 gegen 1860 München am vorletzten Spieltag, gelang dies in Jena nicht.

Bekannte Probleme

Die Defensivschwächen jedenfalls sind der Mannschaft wohl bewusst, sind sie bei einem Blick auf die Tabelle auch einfach ersichtlich: 29 Gegentore, kein anderer Drittligist kassiert so viele. Dass das Gegentor gegen Jena in der Schlussviertelstunde fiel, passt ins Bild:

Zwischen der 75. und der 90. Minute kassierte der FWK bereits zwölf Gegentreffer – Ligahöchstwert. Gleiches sollte sich Würzburg im kommenden Spiel jedenfalls nicht erlauben. Dann kommt der MSV Duisburg an den Dallenberg, wo die Kickers zuletzt schwer zu bezwingen waren.

Zwei Siege in Folge fuhr die Schiele-Elf dort zuletzt ein, trotz insgesamt dreier Gegentreffer in diesen Spielen – der FWK müsse einfach „eben ein Tor mehr schießen, als der Gegner“, wie Abwehrchef Schuppan ob der Würzburger Defensivschwäche nach dem Spiel gegen Jena treffend bemerkte.

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