Zwischen Chemnitzer Leaderrolle & dem Liga3-Verbleib

Laurin von Piechowski auf Vereinssuche

Laurin von Piechowski treibt den Ball über das Feld

Laurin von Piechowski baute das Spiel beim CFC von hinten auf. ©Imago/Picture Point

David Bergner hat gestern doch noch einmal versucht, Laurin zum Bleiben zu ermuntern. Wie in den Wochen zuvor alle 2-3 Tage. „Ja, Sreto Ristic und ich würden sehr gerne im neuen Abwehrverbund mit Laurin die Leaderrolle erarbeiten“, sagt der Chefcoach des Chemnitzer FC.

Wunschspieler bei Chemnitz

Und so seien sie weiterhin bereit zu kämpfen um Laurin v. Piechowski (24), über den die sportlich Verantwortlichen behaupten, dass niemand in der öffentlichen Wahrnehmung so schlecht weggekommen sei wie der blonde, 1.93m lange Innnenverteidiger.

Der neue CFC-Macher Thomas Sobotzik geriet gar ins Schwärmen, als er Laurin direkt nach dem Rostock-Match zum Saisonausklang das neue Chemnitzer Angebot vorstellte: „Strahlkraft, Geschwindigkeit, Pass- und Flugballstabiltät, Beidfüßigkeit, Kopfballpräsenz – all dies hast Du von Natur aus im Repertoire“, lobte Sobotzik seinen Wunschspieler.

Und der erinnert sich sich auch gern daran, wie der neue Chef bei der gemeinsamen Analyse des Abstiegs beklagte, dass Laurin nie unterstützt worden sei, um seine individuellen Fähigkeiten für das Team gewinnbringend zu integrieren. „Dies würden wir gern mit Laurin künftig viel besser machen“, stellt Bergner gerne klar.

Individuelles Training während der Pause

Sämtliche Überzeugungskünste blieben freilich erfolglos bisher, denn der gelernte Buchdrucker und Webdesigner argumentiert hartnäckig für seinen Weg: „Ich möchte unbedingt bleiben in diesen Brennpunkten der 3. Liga und muss deshalb weiterziehen!“ Deshalb hat er für sich entschieden, die Marktentwicklungen abzuwarten: „Mir war bewusst, dass ich nicht in der Wunschspielerkategorie gehandelt werde.“

Die Tasche ist gepackt! (Laurin von Piechowski)

So hat er sich trainingsspezifisch professionell organisiert, trainiert ganzheitlich nach bewährten Plänen, trifft obendrein Kollegen zum Training mit Spielelementen und dazu die Körperarbeit an den Gewichten. Die Arbeit an den Waffen der Innenverteidiger eben. Und dennoch vergisst v. Piechowski nicht, zu erwähnen: „Die Tasche ist gepackt! Wer mich kennenlernen möchte, sieht mich noch am selben Tag.“

Genau vor zwei Jahren rief ja gar die 2. Bundesliga an: Laurin absolvierte sechs Trainingstage und ein Testmatch bei der SpVgg Greuther Fürth. Mit starker Wirkung: „Holt mir den Jungen nach Fürth“, rief der damalige Ronhof-Coach Stefan Ruthenbeck (zuletzt 1.FC Köln) seinem Sportchef zu. Und er ergänzte: „So einen wie Laurin haben wir nicht: Schnell, körperlich, spielstark, beidfüßig mit einem starken Linken.“

Doch es sollte nicht klappen damals, weil sich Fürth und Laurins damaliger Klub, der SV Babelsberg, nicht auf eine Entschädigungsform verständigen konnten. Derartige Gefahren drohen aktuell nicht. Laurin ist vogelfrei…

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