Preußen Münster: Der Liga-Drei Teamcheck

Wo landen die Preußen in der kommenden Saison?

Preußen Münsters Spieler feiern

Können die Preußen ihren Aufwärtstrend aus der Rückrunde 2016/17 fortsetzen? ©Imago/Onsapix

Preußen Münster geht in seine siebte Drittliga-Saison in Folge. Wie in den letzten Jahren liebäugeln die Preußen auch in diesem Jahr mit den oberen Tabellenplätzen. Ob dies realistisch ist, zeigen wir Euch in unserem Teamcheck. Am Ende des Artikels geben wir eine Prognose anhand festgelegter Kategorien ab.

Der Kader

Die Transferaktivitäten der Preußen hielten sich im Sommer in Grenzen. Das Gute für die Adlerträger: Bis auf Sinan Tekerci haben sie keinen Leistungsträger verloren. Die Neuzugänge bringen entweder Drittliga-Erfahrung mit, so wie Fabian Menig, der eine Alternative zu Jeroen Al-Hazaimeh darstellen soll, oder sind in der Liga noch unbekannt aber talentiert, wie Moritz Heinrich, der vom TSV 1860 München kam oder Leihspieler Nico Rinderknecht.

Rinderknecht ist derzeit allerdings verletzt, genauso wie Benjamin Schwarz und Innenverteidiger Ole Kittner. Im 23-Mann-Kader der Preußen machen sich fehlende Alternativen sofort bemerkbar.

Dass der SCP mit dieser Mannschaft locker im oberen Tabellendrittel mitspielen kann, zeigte sich unter Benno Möhlmann in der Rückrunde der vergangenen Saison. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer guten Balance zwischen Defensive und Offensive landeten die Preußen in der Rückrundentabelle auf dem sechsten Rang.

Die aktuelle Form

Acht Vorbereitungsspiele, acht Siege, dabei nur zwei Gegentore. Die Statistiken aus der Saisonvorbereitung lesen sich für die Preußen nicht schlecht. Allerdings ging es ausnahmslos gegen unterklassige Gegner. Die Adlerträger dürften sich durch die Siege zweifellos das nötige Selbstvertrauen geholt haben, die Wettkampfpraxis gegen starke Gegner fehlt allerdings. Top in Form ist weiterhin Kapitän Adriano Grimaldi, er schoss in den Vorbereitungsspielen satte 20 Treffer.

Stärken & Schwächen

Mit Benno Möhlmann steht der Erfolgsgarant für die starke Rückrunde der vergangenen Saison an der Seitenlinie. Der erfahrene Coach veränderte das Spielsystem und schenkte den Spielern vertrauen, das sie mit Leistung zurückzahlten. Die Identifikation mit dem Verein ist bei den Spielern hoch, vor allem bei Akteuren wie Lion Schweers oder Tobias Warschewki, die aus dem eigenen Nachwuchs kommen.

Das Prunkstück der Mannschaft ist die Offensive, wo mit Adriano Grimaldi, Tobias Warschewski und Martin Kobylanski drei spielstarke und torgefährliche Akteure bereit stehen. Außerdem zieht im Mittelfeld mit Michele Rizzi ein Drittliga-Erfahrener Spieler die Fäden, der defensiv wie offensiv seine Stärken hat.

Die Frage wird sein, ob Münster seine Auswärtsschwäche abstellen kann. Zuhause gab es vergangene Saison im Schnitt 1,95 Punkte pro Spiel, in der Fremde nur 0,74 Zähler pro Partie – lediglich Absteiger FSV Frankfurt war in dieser Hinsicht noch schlechter.

Benno Möhlmann, Trainer von Preußen Münster

Benno Möhlmann kickte in den 70er-Jahren bereits als Spieler für die Preußen. ©Imago

Der Trainer

Benno Möhlmann ist mit seinen 62 Jahren der älteste Trainer der dritten Liga. Er ist kein „Laptop-Trainer“ wie die Vertreter der jüngeren Trainergeneration, sondern glänzt durch seine Erfahrung und die tadellose Mannschaftsführung. Natürlich hat auch Möhlmann eine ganz bestimmte Vorstellung, wie er seine Mannschaft agieren lassen will. Diese passt er jedoch auch häufig situationsbedingt an.

Bei allen seinen Trainerstationen lieferte Möhlmann erstaunlich konstante Arbeit ab. Noch nie hatte er einen niedrigeren Punkteschnitt als 1,05 Punkte pro Spiel (1860 München in der Saison 2015/16).

Die mögliche Startelf

Der Konkurrenzkampf im Tor tobt zwischen Platzhirsch Max Schulze Niehues und Neuzugang Nils Körber. Noch scheint hier alles offen.

In der Innenverteidigung scheinen Sebastian Mai und Lion Schweers gesetzt, genau wie Stéphane Tritz auf rechts und Jeron Al-Hazaimeh auf links. Als Alternative steht hier Fabian Menig bereit. Vor der Abwehr agiert voraussichtlich Danilo Wiebe, wenn er wieder fit ist, könnte auch der talentierte Nico Rinderknecht dort spielen.

Davor kommt die Kreativabteilung um Michele Rizzi und Martin Kobylanski ins Spiel. Auf den Außen scheinen derzeit Tobias Rühle und Moritz Heinrich die Nase vorn zu haben. Im Sturm führt kein Weg an Adriano Grimaldi vorbei. Für diese Position steht auch Tobias Warschewski bereit, der jedoch in der Vorbereitung größtenteils fehlte, da er bei der deutschen U19-Nationalmannschaft aktiv war. Mögliche Aufstellung:
Schulze Niehues – Tritz, Mai, Schweers, Al-Hazaimeh – Wiebe – Rühle, Rizzi, Kobylanski, Heinrich – Grimaldi

Fazit

Der SC Preußen Münster hat eine eingespielte Mannschaft und einen erfahrenen Trainer. Die letzte Saison war nach den ersten zehn Spielen bereits gelaufen, beziehungsweise wurde schlimmeres sogar noch verhindert.

Diese Saison ist das Auftaktprogramm mit Spielen gegen Erfurt, Meppen und Bremen II sehr vielversprechend. Setzen sich die Preußen hier bereits oben fest, können die Adlerträger eine kontante Saison in der oberen Tabellenhälfte spielen. Für ganz oben reicht es aller Voraussicht nach allerdings (noch) nicht.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Warteliste

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