Preußen Münster: Grimaldi erneuert seine Kritik

Möhlmann schließt Rücktritt aus

Fordert andere Einstellung: Münsters Kapitän Adriano Grimaldi

Appell an Kollegen: Preußen-Kapitän Adriano Grimaldi © imago/osnapix

Bei Preußen Münster wirkt das Debakel vom vergangenen Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden (2:6) immer noch nach. Kapitän Adriano Grimaldi ließ seiner deftigen Kritik vom Wochenende vor dem nächsten Match gegen Aufstiegskandidat Fortuna Köln (Freitag) nochmals eine Ansage folgen, während Trainer Benno Möhlmann aufkommende Spekulationen über einen Rücktritt wegen der Misere ausschloss.

Die Zeit der Laberei und des Lamentierens ist vorbei. (Preußen-Kapitän Adriano Grimaldi)

Grimaldi forderte nach seiner Abrechnung in Wiesbaden in einem weiteren Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 2.11.2017) einen radikalen Einstellungswechsel innerhalb der Mannschaft: „Die Zeit der Laberei und des Lamentierens ist vorbei“, sagte der 26-Jährige.

Zugleich appellierte Grimaldi an die Ehre der Teamkollegen: „Jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen. Doch genau daran zweifele ich“, sagte der Stürmer und stellte die Frage der Ehre. Wer die Situation nicht erkenne und annehme, „ist für den Profi-Fußball nicht geeignet. Basta“.

Kritik an Kaderplanung

Münsters Talfahrt mit zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen sowie einem Sieg in den vergangenen elf Liga-Begegnungen führt Grimaldi auch auf eine unzureichende Kaderplanung zurück. Es sei offenbar wegen der angespannten Finanzen „nicht genug gemacht worden“, manchmal wären in den vergangenen Wochen nur zwölf Spieler beim Training gewesen. „Wir sind viel zu eng besetzt“, lautet die Schlussfolgerung des 26-Jährigen.

An Möhlmann liegt die Krise aus Sicht des Angreifers nicht. Für das Match in Wiesbaden, berichtete Grimaldi, wäre der Plan des Coaches ein „völlig anderer“ gewesen, „doch keiner von uns hat sich daran gehalten“.

Möhlmann setzt unterdessen trotz dieser Disziplinlosigkeit und der anhaltenden Misserfolge seines Teams weiter auf die Chance zur Wende. An eine Aufgabe seines Postens hat der 63-Jährige vor dem Duell mit Köln offenkundig nicht gedacht: „Ich werfe die Brocken nicht hin“, zitierte die Bild den Ex-Profi.

Wie Grimaldi hält auch Möhlmann einen Mangel an Substanz im Kader für die wichtigste Ursache der Probleme: „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir an Qualität eingebüßt.“

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