Preußen Münster: Drei Jahre Stadionverbot für Täter

Starkes Zeichen gegen Rassismus

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 17.02.2020 | 12:02
Leroy Kwadwo (h.) gegen Seref Özcan.

Leroy Kwadwo (h.)erhielt die Unterstützung der Zuschauer. ©imago images/foto2press

Update:
Wie der SC Preußen Münster am heutigen Montag bekannt gab, erhält der Zuschauer, der für die rassistischen Zwischenrufe im Spiel gegen die Würzburger Kickers verantwortlich war, ein bundesweites Stadionverbot von drei Jahren und damit das höchstmögliche Strafmaß.

Die vom DFB zu erwartende Geldstrafe werde außerdem auf den Täter umgelegt, heißt es auf der SCP-Homepage. Zudem stellte Vereinspräsident Christoph Strasser nochmals klar: „Wir haben klare Botschaften in denen wir uns gegen Rassismus stellen. Wir werden diese Botschaften noch stärker in den Verein hinein, aber auch nach außen transportieren.“

Ursprünglicher Artikel:
Fußballerische Höhepunkte bot das Heimspiel von Preußen Münster gegen die Würzburger Kickers wenig. 0:0 trennten sich die Teams in einer umkämpften Partie am Freitagabend. Hauptthema im Nachgang war ein Zwischenfall in der Schlussphase, als Kickers-Verteidiger Leroy Kwadwo von einem Zuschauer rassistisch beleidigt und mit Affenlauten bedacht wurde.

Beeindruckend fiel jedoch die Reaktion der Zuschauer aus, die sich mit lauten „Nazis raus“-Rufen klar positionierten und die Ordnungskräfte auf den Täter aufmerksam machten. Wie die Preußen mittlerweile bekannt machten, war das Verhalten der Zuschauer von Erfolg gekrönt: Der Verdächtige konnte gestellt und verhaftet werden, neben einem Strafverfahren droht ihm auch ein lebenslanges Stadionverbot.

„ Die Unterstützung war klasse, danke nochmal dafür. ”
FWK-Coach Michael Schiele über die Reaktion der Zuschauer

„Das ist nichts, was auf den Fußballplatz und schon gar nicht in unser Stadion gehört. Solche Leute wollen und brauchen wir hier nicht. Wir distanzieren uns ganz klar von solchen Äußerungen und ich habe mich unmittelbar nach dem Spiel bei den Würzburgern entschuldigt“, erklärte SCP-Präsident Christoph Strässer auf der Klub-Homepage. In diesem Zug positionierten sich die Preußen auch nochmals deutlich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.

„Die Unterstützung war klasse, danke nochmal dafür“, war Kickers-Trainer Michael Schiele direkt nach Abpfiff am Mikrofon von Magenta Sport bereits angetan von der Reaktion der Zuschauer.

„Das ist mir zum ersten Mal passiert. So etwas geht gar nicht, gehört weder ins Stadion noch sonst irgendwo hin“, sagte Kwadwo der Bild (Ausgabe vom 15.02.2020). Auch beim 23-Jährigen hinterließ die Reaktion des Stadions Eindruck: „Ich bedanke mich bei allen Münsteranern, die so schnell und fair das Geschehen beruhigt haben.“ 

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