Rot-Weiß Erfurt: Aufsichtsrat über Klubchef Rombach verärgert

Vorwürfe wegen Krämer-Entlassung

Im Gegenwind: RWE-Boss Rolf Rombach

Beim Aufsichtsrat in der Kritik: RWE-Chef Rolf Rombach © imago

Bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt ist die Lage nicht nur sportlich angespannt. Im Aufsichtsrat der Thüringer herrscht wegen der Abläufe bei der Entlassung des früheren Trainers Stefan Krämer großer Unmut über Vereinschef Rolf Rombach.

Wir sind nicht nur zum Abnicken da. (RWE-Aufsichtsratschef Peter Kästner)

Laut Aufsichtsratsboss Peter Kästner hat Rombach bei der Trennung von dem Coach einer für den gleichen Tag angesetzten Sitzung mit dem Kontrollgremium vorgegriffen und praktisch im Alleingang gehandelt. „Damit war das Vertrauensverhältnis zwischen Aufsichtsrat und Präsidium endgültig beschädigt. Wir sind nicht nur zum Abnicken da“, sagte Kästner der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 19.10.2017). Schon längere Zeit habe es „immer wieder Probleme“ gegeben.

Seit Wochen wachsende Unruhe

Bei RWE herrscht in den vergangenen Wochen über die sportliche Misere hinaus erhebliche Unruhe. Zunächst hatte Rombach den gerade erst seit sechs Monaten laufenden Pachtvertrag für das Stadion völlig unjerwartet zum Saison aufgekündigt und Neuverhandlungen gefordert und anschließend Krämer vor die Tür gesetzt. Erst zu Wochenbeginn war außerdem Rombachs „Vize“ Thomas Kalt wegen interner Querelen zurückgetreten.

Rombach muss sich für die nächste Tagung mit dem Aufsichtsrat am kommenden Montag auf harsche Kritik einstellen. Kästner kündigte jedenfalls für die Sitzung zwei Tage nach dem Ost-Duell mit dem Halleschen FC (Samstag) an, dass „viel passieren“ werde. „Wir müssen bei tiefgreifenden Entscheidungen mitreden“, unterstrich Kästner seinen Standpunkt. Bis zur Mitgliederversammlung am 1. Dezember „müssen wir Klarheit an allen Fronten haben“.

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