Rot-Weiß Erfurt: Emmerling-Vorwürfe gegen Menz

Vize-Kapitän soll Moral geschadet haben

Bitterer Abschied: RWE-Defensivsspieler Christoph Menz

Bald für Fortuna Köln am Ball? RWE-Defensivass Christoph Menz © imago/Karina Hessland

Christoph Menz bekommt angesichts seines anstehenden Abschieds von Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt schwere Vorwürfe gemacht. Nach Meinung von Trainer Stefan Emmerling hat der 29-Jährige in der Phase vor der Winterpause der Moral der Mannschaft geschadet.

„Ich hatte das Gefühl, dass er seinen Mitspielern nicht mehr zutraut, die Klasse zu halten“, sagte Emmerling der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 4.1.2018) über das Verhalten des bishgerigen Vize-Kapitäns.

Wir brauchen Spieler, die unseren Weg mitgehen möchten. (RWE-Trainer Stefan Emmerling über den anstehenden Abgang von Christoph Menz)

In einem Interview mit dem Fachmagazin Kicker (Heft 3 vom 4.1.2018) trauerte der Chefcoach dem Verlust des Defensiv-Asses deswegen auch keine Träne nach: „Wir brauchen Spieler, die unseren Weg mitgehen möchten.“

Bis Ende Januar freigestellt

Menz hatte sich Ende November angesichts der Führungskrise inklusive finanzieller Sorgen beim Thüringer Traditionsverein öffentlich vom Klub distanziert. Zugleich kündigte der gebürtige Magdeburger für die Winterpause Wechselabsichten an. Wie auch Berkay Dabanli und Samir Benamar ist Menz inzwischen bis Ende Januar zur Suche nach einem neuen Verein vom RWE-Training freigestellt.

Menz hat die Zeit offenbar auch schnell genutzt. Informationen der Bild-Zeitung zufolge heuert der ehemalige Dresdner in Kürze bei Erfurts Ligarivale Fortuna Köln an. Demnach würde für den Transfer lediglich noch die Freigabe von RWE fehlen. Das „grüne Licht“ des Tabellenletzten dürfte trotz eines Vertrags mit Menz bis 2020 angesichts der Entwicklungen in den vergangenen Wochen nur Formsache sein.

Tatsächlich würde Menz in Köln auch aufgrund seiner Erfahrung zum Anforderungsprofil von Trainer Uwe Koschinat passen. Wegen personeller Probleme benötigen die Rheinländer für die Abwehr Verstärkung, die laut Koschinat „der Mannschaft sofort hilft“.