Rot-Weiß Erfurt: Ex-Trainer Krämer prüft Klage

Angebliche Zahlungsrückstände in fünfstelliger Höhe

Prüft Klage gegen RWE: Ex-Trainer Stefan Krämer

Wartet noch auf Geld aus Erfurt: der frühere RWE-Coch Stefan Krämer © imago

Rot-Weiß Erfurt hat offenbar nicht nur bei Banken und anderen Gläubigern Verbindlichkeiten. Offenbar stehen die Thüringer auch noch bei ihrem früheren Trainer Stefan Krämer mit einem mittleren fünfstelligen Betrag in der Kreide.

Einem Bericht der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 02.02.2018) zufolge schuldet RWE dem Coach derzeit noch mehr als 30.000 Euro. Auf den größten Teil der Summe – über 20.000 Euro – soll Krämer sogar schon seit der vergangenen Saison warten.

Krämers Angebot zur Vertragsauflösung abgelehnt

Der 50-Jährige war vor vier Monaten beim Schlusslicht freigestellt worden. Ein angebliches Angebot von Krämer zur Auflösung seines noch bis zum Saisonende laufenden Vertrages soll die damalige RWE-Führung abgelehnt haben, obwohl der Trainer dabei auch auf die Hälfte seiner zuvor entstandenen Ansprüche gegen den Klub verzichtet hätte.

Mithin steht Krämer weiterhin auf der Gehaltsliste der klammen Erfurter. Der schwer angeschlagene Verein kämpft in diesen Wochen angesichts von Verbindlichkeiten in einer Gesamthöhe von über sechs Millionen Euro außer gegen den Abstieg auch ums finanzielle Überleben.

Vor dem Hintergrund der von der neuen Vereinsspitze um Präsident Frank Nowag als Option zur Sanierung in Erwägung gezogenen „geordneten Insolvenz“ will Krämer offenbar nicht länger untätig bleiben und seine Forderungen absichern. Laut Bild-Zeitung prüft der gebürtige Mainzer, den Nowag im vergangenen Herbst im Zuge des sportlichen Niedergangs sogar zwischenzeitlich als Nachfolger seines eigenen Nachfolgers David Bergner reaktivieren wollte, deswegen mittlerweile die Einleitung rechtlicher Schritte.