Rot-Weiß Erfurt: Gehälter auf Pump

Insolvengeld fließt erst ab Juni

Kann nicht alleine entscheiden: Erfurts Sportchef Stefan Emmerling

Eingeschränkte Handlungsfähigkeit: RWE-Sportchef Stefan Emmerling © imago/foto2press

Rot-Weiß Erfurt kann seine Spieler und Angestellten nach der Einreichung des Insolvenzantrages nur auf Pump bezahlen. Nach Angaben des nunmehr hauptverantwortlichen Insolvenzverwalters Volker Reinhardt wird das für die Monate März bis Mai als Gehaltsersatz bei der Bundesagentur für Arbeit beantragte Insolvenzgeld voraussichtlich erst ab der für 1. Juni geplanten Eröffnung des Insolvenzverfahrens fließen.

Wir haben die Vorfinanzierung über ein Kreditinstitut gesichert. (RWE-Insolvenzverwalter Volker Reinhardt)

„Wir haben die Vorfinanzierung über ein Kreditinstitut gesichert“, erklärte Reinhardt in einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen: „Das Juni-Gehalt würde dann aus der Insolvenzmasse gezahlt werden.“

Auflösung von RWE derzeit kein Thema

Befürchtungen einer drohenden Auflösung des Vereins durch die Umstände des klassischen Insolvenzverfahrens unter seiner Leitung statt in der ursprünglich geplanten Eigenverwaltung wies Reinhardt zurück.Das Szenario einer kompletten Abwicklung kann ich zum jetzigen Zeitpunkt ausschließen“, sagte der Fachanwalt unter der Voraussetzung von weiteren Sponsoren-Engagements.

Reinhardts Planungen sind vielmehr auf einen Neubeginn in der Regionalliga ausgerichtet: „Wir wollen den Verein so aufstellen, dass er in der kommenden Saison auf gesunden Füßen steht und im Steigerwaldstadion weiter seine Heimspiele austrägt.“

Das Lizenzverfahren für die Regionalliga mit der Frist für die Abgabe aller notwendigen Unterlagen und Dokumente am 5. April soll laut Reinhardt nicht unter dem Chaos im Verein der vergangenen Wochen leiden. „Das Lizenzierungsverfahren läuft jedenfalls mit Hochdruck. Wir werden keine Termine verpassen“, berichtete der gebürtige Mannheimer über die Bemühungen seiner Mitarbeiter.

Auch bei der Kaderplanung für die kommende Saison liegt die Federführung aufgrund der Insolvenz nur inhaltlich bei Sportchef und Trainer Stefan Emmerling, wie Reinhardt klarstellte: „Bei den Vertragsgesprächen bin ich aber mit anwesend. Denn es geht dabei immerhin um viel Geld.“

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