Rot-Weiß Erfurt: Laurito schlägt Abwehr-Alarm

Kritik an sorglosem Defensivverhalten

Kritik an Defensivverhalten: Erfurts Abwehrspieler Andre Laurito

Schlägt Alarm: RWE-Verteidiger Andre Laurito © imago/Karina Hessland

Im Abstiegskampf werden die Nerven bei Rot-Weiß Erfurt dünner. Wegen der schwachen Abwehrleistung bei den Pleiten in den vergangenen drei Spielen mit insgesamt elf Gegentreffern schlägt Innenverteidiger Andre Laurito nun schon öffentlich Alarm.

Es kann nicht sein, dass wir uns jedes Mal abschlachten lassen. (RWE-Innenverteidiger Andre Laurito)

Die Mannschaft von Stefan Emmerling würde ebenso sorglos wie bei der Vergabe von Torchancen verteidigen, monierte Laurito in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 06.02.2018) mangelhaftes Defensiverhalten. Es könne nach Rückständen nicht sein, „dass wir uns jedes Mal aufgeben und abschlachten lassen“.

RWE mit zweitschwächster Abwehr der Liga

In der Tat waren Erfurts Abwehrleistungen zuletzt gegen Hansa Rostock (1:3), Preußen Münster (0:5) und den FSV Zwickau (0:3) überaus besorgniserregend. Mit inzwischen 39 Gegentoren hat das Schlusslicht mittlerweile nur noch die zweitschwächste Abwehr der Liga. Nur der Tabellendrittletzte Chemnitzer FC hat noch drei Gegentreffer mehr quittieren müssen.

Trainer Stefan Emmerling führt die vielen Abwehrfehler auch auf die personellen Engpässe seines Teams zurück. „Jens Möckel ist ein wichtiger Bestandteil, ist der Führungsspieler und war zweimal nicht dabei“, betonte der Ex-Coach. Angesichts weiterer Ausfällle hätte sein Team in den vergangenen Spielen „in der Innenverteidigung aus dem letzten Loch gepfiffen“.

Gleichwohl schwant Laurito vor der Reise der Thüringer zum nächsten Punktspiel beim SC Paderborn aufgrund der „Torfabrik“ der Gastgeber (stärkster Liga-Angriff mit 55 Treffern) schon wieder Böses. Wenn die gleichen Fehler in Paderborn wieder gemacht würden, „wird es sehr ungemütlich. Die hören nicht auf, Fußball zu spielen“.