Rot-Weiß Erfurt: Neuer Ärger und gute DFB-Nachrichten

Spieler warten offenbar auf Gehälter

Wieder Kandidat für Erfurts Trainer-Posten: Stefan Krämer

RWE-Comeback weiter im Gespräch: Stefan Krämer © imago

Noch ein Rundumschlag der neuen Führung, offenkundig Chaos auf der Geschäftsstelle, Lizenzsorgen, eine ungelöste Trainer-Frage und Spieler in Angst um ihre Gehälter: Rot-Weiß Erfurt bleibt der Brennpunkt der Liga.

Der DFB hat signalisiert, dass erstmal nichts anbrennt. (RWE-Chef Frank Nowag)

Präsident Frank Nowag bemühte sich jedoch trotz erneut scharfer Kritik am Team seines Vorgängers Rolf Rombach auf einer Talkveranstaltung der Thüringer Allgemeinen und von Salve-TV um Fokussierung auf die Zukunftsgestaltung. Seine wichtigste Botschaft nach Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund: „Der DFB hat signalisiert, dass erstmal nichts anbrennt.“

Spieler schalten angeblich vdv ein

Brandherde indes sind reichlich vorhanden. Einem Bericht der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 15.11.2017) zufolge soll Nowag in einem Gespräch mit den Spielern wegen fehlender Zugänge zu den Vereinskonten nicht zu einer Erklärung in der Lage gewesen sein, warum die Gehälter noch nicht gezahlt worden sein sollen. Laut Bild haben einige Profis aus Sorge um ihre Ansprüche im Falle einer Insolvenz des Klubs schon die Spielervereinigung vdv eingeschaltet.

Eine Zahlungsunfähigkeit des offiziell mit gut 6,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Vereins ist laut Nowag ein durchaus realistisches Szenario. Zwar sei für das Schlusslicht weiterhin wichtig, den mit einer Insolvenz verbundenen Abzug von neun Punkten zu verhindern, „aber wir können uns den Tatsachen nicht verschließen. Insolvenz kann reinigend wirken“.

Aus Sicht des RWE-Chefs sind die Thüringer für einen sinnvollen Neuanfang auf großes Wohlwollen angewiesen. „Es würde reichen, wenn die Hauptgläubiger sagen: ‚Wir verzichten auf 50 Prozent.'“

Für die Führung der Mannschaft, die Nowag als Gesamtgebilde für „nicht drittligatauglich“ hält, zeichnet sich immer deutlicher eine Ablösung des erfolglosen David Bergner ab – und ein Comeback des entlassenen Cheftrainers Stefan Krämer. Zwar sei mit dem 50-Jährigen noch nicht gesprochen worden, doch „Vize“ Knut Herber schloss vor einer weiteren Unterredung mit dem Mannschaftsrat eine Lösung mit Krämer „als Tandem oder in einer anderen Funktion“ nicht aus.

Notwendige Verstärkungen des Teams sollen durch Leihgeschäfte und womöglich auch Hilfsaktionen anderer Vereine bewrkstelligt werden. Voraussetzung dafür ist laut Herber, dass „jemand aus der Gehaltsliste raus muss“.

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