Rot-Weiß Erfurt: Punktabzug offenbar verhindert

Liquiditätsnachweis erfolgt

Das Steigerwald Stadion in Erfurt bei Flutlicht

RWE entgeht offenbar einem drohenden Punktabzug ©Imago

Rot-Weiß Erfurt hat in seinem Drittliga-Überlebenskampf offenbar binnen 26 Stunden einen zweiten großen Erfolg gelandet. Medienberichten vom Mittwochmorgen zufolge ist den Thüringern nach dem 3:1-Coup vom Montag gegen den bisherigen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg am Dienstagabend auch der geforderte Liquiditätsnachweis in Millionenhöhe rechtzeitig bis zum Fristablauf um 23.59 Uhr gelungen.

Zitterpartie bis in die Nacht (Schlagzeile der Thüringer Allgemeinen)

Laut der Thüringer Allgemeinen schickte RWE alle notwendigen Dokumente fristgerecht per Email an die DFB-Zentrale in Frankfurt. In der dramatischen „Zitterpartie bis in die Nacht“ sei die letzte Zusage erst kurz vor Mitternacht erfolgt.

Entscheidung durch DFB

Erfurt musste bis zum Fristende eine Finanzierungslücke von 1,6 Millionen Euro schließen. Bis zuletzt war bekannt gewesen, dass der Verein dazu noch rund 600.000 Euro benötigt.

Durch die rechtzeitige Übermittlung der erforderlichen Unterlagen hat RWE zumindest die Voraussetzung für die Abwendung eines Punktabzuges geschaffen. Endgültige Klarheit wird jedoch erst die anstehende Überprüfung durch den DFB ergeben.

Die Vermeidung eines Abzuges von bis zu vier Punkten wäre für RWE sehr bedeutsam und zusätzlicher Rückenwind für den sportlichen Kampf um den Klassenerhalt. Akzeptiert der DFB Erfurts Darstellung, behält das Schlusslicht zumindest vorerst seine wieder gestiegenen Aussichten auf eine Verhinderung des Abstiegs in die Regionalliga.

Davon sind Trainer Stefan Emmerling und seine Spieler durch den Überraschungserfolg gegen Magdeburg mehr denn je überzeugt. „Wir haben Rot-Weiß Erfurt wiederbelebt“, sagte Emmerling in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 24.1.2018).

Aus seiner Sicht haben Einstellung und Willen gegen den Aufstiegsanwärter den Ausschlag für das herbeigesehnte und auch dringend benötigte Erfolgserlebnis gegeben. „Mentalität schlägt Qualität“, meinte Emmerling weiter.

Auch Kapitän Jens Möckel bescheinigte dem Team eine Veränderung der Haltung. Es sei eine gewisse Euphorie da, konstatierte der 29-Jährige und fügte hinzu: „Es steckt ein anderer Geist in der Mannschaft.“