Rot-Weiß Erfurt: Schuldenschnitt soll Insolvenz verhindern

Winter-Transfers trotz Auflagen geplant

Düstere Aussichten für RWE

Dunkle Wolken über Erfurt © imago

Rot-Weiß Erfurt sorgt auch nach dem Rücktritt des bisherigen Präsidenten Rolf Rombach weiter für Schlagzeilen. Rombachs Nachfolger Frank Nowag erklärte angesichts von offiziell nunmehr schon auf 6,8 Millionen Euro bezifferten Verbindlichkeiten einen Schuldenschnitt zur Bedingung für die Verhinderung einer Insolvenz. Außerdem stellte der neue RWE-Chef die Trennung von Sportmanager Torsten Traub und Marketing-Chef Konstatin Krause in Aussicht.

Das ist ein Muss. (RWE-Chef Frank Nowag über die Notwendigkeit eines Schuldenschnitts)

Den Verzicht besonders zunächst von Hauptgläubigern des Klubs auf Teile ihrer Forderungen stellte Nowag in einem Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 13.11.201) als unverzichtbar dar. „Das ist ein Muss. Alles andere macht keinen Sinn.“ Nach Gesprächen mit der Stadt und kurz vor anstehenden Verhandlungen mit den Gläubigern gab sich der Vereins-Boss allerdings zuversichtlich.

Transfers trotz DFB-Auflagen geplant

Nowags Plan sieht nach einer weitgehenden Befreiung von finanziellen Belastungen den Einstieg neuer Investoren vor. Mit den zusätzlichen Mitteln soll auch die Mannschaft des Tabellenschlusslichts zur Rückrunde für den sportlichen Kampf um den Klassenerhalt aufgerüstet werden.

Aus Sicht des Unternehmers sind ungeachtet der Lizenzauflagen durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) Transfers in der Winterpause sehr wohl vorstellbar: „Es kann uns gelingen, den einen oder anderen Spieler zu verpflichten, ohne die Auflagen des DFB zu verletzen.“

Für die Planung und Gestaltung dieser Transfers dürfte allerdings Erfurts inzwischen auch umstrittener Sportchef Traub nicht mehr zuständig sein. Dass Traub die angestrebten Verpflichtungen durchführen würde, nannte Nowag „schwierig“ und deutete damit einen Trennung an.

Offenbar schon kurzfristig erwartet der 46-Jährige eine Demission von Marketingchef Krause. Wegen seiner Loyalitätsbekundung für Rombach stelle sich die Frage nach Krauses Zukunft „nicht mehr“. Nowag sieht Krauses Positionierung in Rombachs Lager als solche Belastung für eine Zusammenarbeit an, „dass er seine Konsequenzen ziehen wird“.

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