Rot-Weiß Erfurt: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2017/18

Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Marius Wegmann und Trainer David Bergner

Marius Wegmann feierte im Pokal sein Profi-Debüt, momentan ist er verletzt. ©Imago/Karina Hessland

Es ist die erwartet schwere Saison für den FC Rot-Weiß Erfurt. Wegen der schwachen Bilanz musste bereits Coach Stefan Krämer gehen, momentan steht RWE nach 13 Partien auf Abstiegsrang 18. Wie die Neuzugänge der Erfurter ins Mannschaftsgefüge passen, zeigt Liga-Drei.de in der Übersicht.

Bastian Kurz:
Der Mittelfeldspieler kam von Augsburg II und wurde besonders wegen seiner Variabilität und seiner guten Technik verpflichtet. Bisher konnte er seine Qualitäten allerdings erst in drei Startelf-Einsätzen zeigen, fünf Mal kam er als Joker. Entscheidende Akzente konnte Kurz dabei nicht setzen, bisher ist er also noch keine Versärkung für RWE.

Elias Huth:
Der Stürmer schaffte bei Hannover 96 den Sprung in den Profi-Bereich und soll nun in dieser Saison auf Leihbasis Spielpraxis sammeln. Diese bekam er bisher, in allen 13 Partien stand Huth auf dem Platz. Wurde er zunächst häufig eingewechselt, bewies er in den letzten Partien, dass er eine Verstärkung sein kann. In den letzten drei Partien war er an zwei Toren der Erfurter direkt beteiligt.

Wann spielt Erfurt gegen wen – hier geht’s zum Team-Spielplan

Ahmed Waseem Razeek:
Der Offensivspieler kam aus Magdeburg, wo er in der vergangenen Saison 13 Partien bestritt. Ebenso oft stand er bereits in dieser Saison für Rot-Weiß Erfurt auf dem Feld. Razeek zeigt sich dabei meist engagiert und konnte bereits zwei Treffer verzeichnen.  Oft sind seine Leistungen aber zu unkonstant, schwache Auftritte wie gegen Fortuna Köln, wechseln sich mit starken Leistungen ab.

Berkay Dabanli:
Der Ex-Chemnitzer ist einer der Dauerbrenner im Erfurter Team, stand bereits 1.151 Minuten für RWE auf dem Platz. Nur eine Ligapartie verpasste er aufgrund Leistenbeschwerden. Meist wurde er dabei im defensiven Mittelfeld eingesetzt, der neue RWE-Coach David Bergner beorderte ihn allerdings in die Innenverteidigung. Dort zeigte er zuletzt gegen Halle eine befriedigende Leistung. Durch seine individuelle Klasse hilft er der Mannschaft weiter.

Alexander Ludwig:
Viele hätten dem 33-Jährigen die Rückkehr in den Profi-Fußball nicht mehr zugetraut, doch Ludwig spielte sich in der Mannschaft fest, stand sechs Mal in der Startelf und wurde vier Mal eingewechselt. Allerdings schwankten seine Leistungen genauso wie die der ganzen Mannschaft. Dennoch ist er eine sinnvolle Verstärkung, da damit auch in der Phase mit vielen Verletzten eine Option für das zentrale Mittelfeld zur Verfügung stand.

Florian Neuhold:
Der 24-Jährige Österreicher sammelte in seinem Heimatland bereits viel Erfahrung. In Erfurt stand er bisher elf Mal auf dem Platz und wurde dabei sowohl als Innenverteidiger, im defensiven Mittelfeld und auf der rechten Abwehrseite eingesetzt. Seine Aufgaben erledigte er meist solide, als Leistungsträger konnte er sich bisher allerdings nicht etablieren.

Morten Rüdiger:
Als entwicklungsfähiger Außenbahnspieler geholt, konnte sich Rüdiger in Erfurt noch nicht weiterentwickeln. Sammelte er zu Saisonbeginn noch Einsatzminuten, spielte er zuletzt überhaupt keine Rolle. Derzeit keine Verstärkung für RWE.

Merveille Biankadi:
Dieser Transfer hat sich gelohnt: Biankadi stand bisher 1.158 Minuten auf dem Feld, kein Mittelfeldspieler oder Angreifer verzeichnet mehr Einsatzminuten. Der 22-Jährige zeichnet sich durch Einsatzwillen und seine Physis aus und geht stets weite Wege – so ist er als Verstärkung für RWE zu sehen.

Maximilian Engl:
Der talentierte Keeper sollte sich in Erfurt hinter Philipp Klewin weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen. Dazu sind Einsätze nötig, diese bekam Engl bisher im Thüringenpokal. Auf den ersten Einsatz in der Liga muss sich die Nummer zwei voraussichtlich noch gedulden.

Wilfried Sarr:
Durch den 21-Jährigen sollte auf der Linksverteidigerposition mehr Konkurrenzkampf entstehen. Allerdings spielte Sarr bisher nahezu überhaupt keine Rolle, kam in der dritten Liga noch nicht zum Einsatz. Einzig im Landespokal sammelte er 45 Minuten. So lohnt sich der Transfer noch nicht.

Von der U19 stießen Lion Lauberbach, Marius Wegmann und Tobias Kraulich zu den Profis. Während die beiden letztgenannten bisher nur im TFV-Pokal zum Einsatz kamen, stand Lauberbach bereits acht Mal in der dritten Liga auf dem Feld, in den letzten beiden Partien beorderte ihn Bergner sogar in die Startelf. Gegen Fortuna Köln bot er eine schwache Leistung, zuletzt gegen Halle zeigte er allerdings, dass er in der dritten Liga durchaus mithalten kann.

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!