Unterhaching: Der Offensive fehlt Erfahrung

SpVgg stellt den schwächsten Angriff der Liga

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 14.11.2020 | 17:06
SpVgg-Angreifer Patrick Hasenhüttl.

Mit zwei Saisontoren ist Patrick Hasenhüttl Unterhachings erfolgreichster Torjäger. ©imago images/Eibner

Die Negativserie der SpVgg Unterhaching geht weiter. Beim 1:3 gegen den KFC Uerdingen musste die Mannschaft von Trainer Arie van Lent die vierte Niederlage in Folge hinnehmen, statt nach oben muss der Blick in Anbetracht von Tabellenplatz 16 sogar nach unten gehen.

Bei der Partie in Düsseldorf zeigte sich einmal mehr, wo bei den Hachingern der Schuh drückt: Erst sieben Treffer erzielte der Klub, macht im Schnitt also magere 0,88 Tore pro Partie und damit die schwächste Ausbeute der 3. Liga. Wo van Lent vor der Fahrt ins Rheinland davon sprach, dass seine Mannschaft nicht schlecht spiele, aber eben auch nicht die benötigten Ergebnisse einfährt, fand die Spielvereinigung an diesem Samstag offensiv nur äußerst zaghaft statt.

Erfahrung ist da, aber nicht verfügbar

Die durch die Bank weg junge Offensive – Mittelstürmer Felix Schröter war mit 24 Jahren der „Senior“ – scheiterte nämlich keinesfalls an der Chancenverwertung: Vielmehr mangelte es Unterhaching daran, überhaupt erst in aussichtsreiche Positionen zu kommen.

Der KFC machte dem Gegner dieses Unterfangen durch eine kompakte Defensive zwar erwartungsgemäß nicht gerade leicht, im Hinblick auf die kommenden Aufgaben wird van Lent aber gefragt sein, seiner Mannschaft Lösungen an die Hand zu geben. Erfahrung ist im Kader der Hachinger zwar durchaus vorhanden und in der aktuellen Situation sicherlich hilfreich, steht aber aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung.

Hoffnungsschimmer gegen die Viktoria

Mit Stephan Hain, Dominik Stahl und Josef Welzmüller fallen drei als Eckpfeiler eingeplante Spieler mindestens bis Jahresende aus, der bereits in der Vergangenheit als exzellenter Vorbereiter in Erscheinung getretene Sascha Bigalke (46 Assists in 144 Drittliga-Partien) spielt in den Planungen am Sportpark keine Rolle mehr.

So wird es auch am kommenden Sonntag gegen Viktoria Köln an einer jungen Offensive liegen, den Bock umzustoßen. Hoffnungsschimmer aus Hachinger Sicht: Bei der Viktoria fehlen defensive Automatismen, acht Gegentreffer in den letzten fünf Partien zeigen, dass die Kölner anderen Mannschaften auch etwas anbieten. Dieses Angebot wird Haching aber auch annehmen müssen, um endlich Ergebnisse einzufahren.