Vorschau auf Carl Zeiss Jena vs Rot Weiß Erfurt

Analyse & Aufstellung zum Spiel am 25.02.2018

Merveille Biankadi im Duell mit Jan Löhmannsröben.

Kampf um jeden Zentimeter: Wer behält im Thüringenderby diesmal die Oberhand? ©Imago/Karina Hessland

Am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr, live im MDR) wird ein neues Kapitel im geschichtsträchtigen Thüringen-Derby aufgeschlagen. Carl Zeiss Jena spielt eine gelungene Saison und könnte diese durch einen Derbysieg noch erfolgreicher machen.

RWE hat neben sportlichen auch mit Problemen abseits des Feldes zu kämpfen, könnte die Wogen durch einen „Dreier“ gegen den FCC aber glätten. Bei aller gesunder Rivalität gibt es vor dem Spiel wieder eine besondere Aktion. Wie schon im Hinspiel werden die Spieler von jungen Fans beider Lager aufs Spielfeld begleitet.

Aktuelle Quoten

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Carl Zeiss Jena: Festung im Paradies

Zweimal traf der FCC in dieser Saison bereits auf Erfurt, jeweils gewann das Heimteam. Bei der letzten Begegnung gab es einen 2:1-Sieg für Jena im Thüringen-Pokal, wo Ersatzkeeper Jo Coppens über sich hinaus wuchs und den Sieg festhielt.

Im Paradies zeigte Jena RWE in den letzten Jahren meist die Grenzen auf: Vier der vergangenen fünf Derbys im Ernst-Abbe-Sportfeld gewann der FCC. Dafür, dass diese Serie fortgesetzt wird, spricht auch die aktuelle Heimbilanz.

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Die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann ist das siebtbeste Heimteam, verlor erst eine von 13 Partien vor den eigenen Fans. Ein „Dreier“ gegen Erfurt wäre freilich nicht nur wichtig fürs Prestige, sondern auch für die Tabelle. Zimmermann warnte bereits vor dem Abrutschen in den Abstiegsstrudel, der Abstand zu Rang 18 beträgt momentan sieben Zähler.

Niclas Erlbeck konnte unter der Woche wieder trainieren, das Derby kommt für ihn allerdings noch zu früh. Angeschlagen waren außerdem Dominik Bock und René Eckardt wegen eines Infektes, genauso Manfred Starke, der bereits in Großaspach fehlte. Änderungen an der Startelf sind wahrscheinlich, Eckardt und Pannewitz könnten für die zuletzt schwachen Eismann und Tuma starten.

Rot-Weiß Erfurt: Personalsorgen am Steigerwald

RWE steht vor dem Thüringenderby mit dem Rücken zur Wand. Die finanzielle Schieflage wirkt sich auch auf das Sportliche aus (ein Punkt Abzug), momentan wird ein Insolvenzverfahren geprüft, das einen Neuanfang in der Regionalliga ermöglichen soll.

Ein Derbysieg in Jena würde die Stimmung in der Blumenstadt wieder verbessern, dafür muss sich Erfurt aber gerade gegen Ende der Partie steigern. Denn wie die Statistik zeigt, fielen in den letzten acht Duellen mit dem FCC 20 Tore, 16 davon (also 80%) in der zweiten Halbzeit.

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Nach der Pause gelangen RWE allerdings erst zehn Treffer, keine Mannschaft ist in diesem Zeitraum so ungefährlich. Mut für die Auswärtsaufgabe dürften allerdings die Siege gegen die Topteams Paderborn und Magdeburg machen, die zeigen, dass sich Erfurt nicht aufgegeben hat.

Coach Stefan Emmerling hat mit Personalsorgen zu kämpfen. Florian Neuhold fehlt bereits längerfristig, auch Ahmed Waseem Razeek, André Laurito, Alexander Ludwig sowie Carsten Kammlott fallen verletzungsbedingt aus.

Luka Odak ist gelbgesperrt. Kaffenberger könnte daher als Rechtsverteidiger auflaufen, Charalampos Chantzopoulos in der Innenverteidigung beginnen. Dabei ist wiederum Merveille Biankadi, der auf rechts für Kammlott beginnt.