Rot Weiß Erfurt vs 1. FC Magdeburg

Vorschau & Aufstellung zum Spiel am 22.01.2018

Zweikampf zwischen Beck und Brückner

Ist Magdeburg, hier mit Christian Beck, den Erfurtern wieder einen Schritt voraus? ©Imago/Christian Schrödter

Während die anderen Drittligisten am Samstag und Sonntag in die Restsaison starten, steigt die Partie zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem 1. FC Magdeburg aus Sicherheitsgründen erst am Montagabend (Anstoß: 20.30 Uhr, live im MDR). Im Vorfeld der Partie konnten die Elbstädter eine wichtige Personalie klären.

Rot-Weiß Erfurt: Auftakt der Aufholjagd?

In der thüringischen Landeshauptstadt dürfte die Marschrichtung für die restliche Spielzeit klar definiert sein, der Rückstand in der Tabelle auf das rettende Ufer beträgt derzeit sechs Zähler – bei einem Nachholspiel in der Hinterhand. Ob die Aufholjagd ausgerechnet gegen das Top-Team aus Magdeburg eingeläutet werden kann, bleibt abzuwarten.

Im Rahmen der Wintervorbereitungen verzichtete der Verein, der aktuell um die Nachlizenzierung kämpft, auf ein Trainingslager im Ausland, RWE-Coach Stefan Emmerling bereitete seine Mannen folglich in der Heimat auf die kommenden Aufgaben vor. Dabei blieb das Team in den Testspielen ungeschlagen, zudem gelang ein Achtungserfolg gegen Zweitligist Erzgebirge Aue.

Mit fünf Toren präsentierte sich der Erfurter Angriff dabei treffsicherer als in der Liga. In den bisherigen 19 Partien konnten Carsten Kammlott & Co. lediglich zehn Treffer erzielen, in dieser Hinsicht rangieren die Thüringer ebenfalls klar am Tabellenende.

Personell richtet Emmerling sein Team zwangsläufig neu aus. Philipp Klewin fehlt gelbgesperrt. Im Tor dürfte Julian Knoll beginnen, der bei der Generalprobe gegen Aue zwischen den Pfosten stand.

Da sich Christoph Menz bekanntlich Fortuna Köln angeschlossen hat, ist die Position des Rechtsverteidigers vakant. Luka Odak dürfte dort beginnen und die Viererkette mit André Laurito, Jens Möckel und Routinier Daniel Brückner komplettieren.

Auch interessant: Sonder-Aktion für alle Fans von RWE oder FCM

1.FC Magdeburg: Schlägt das Trio Infernal wieder zu?

Der Tabellenführer aus Magdeburg wird auch in der kommenden Saison von Cheftrainer Jens Härtel betreut, dies verkündeten die Elbstädter am Freitag. Der Coach hat es zudem selbst in der Hand, ob sich sein Arbeitspapier um ein weiteres Jahr verlängert – diese Option würde im Aufstiegsfall greifen.

Im Ost-Derby gegen Erfurt haben die Elbstädter nun die Chance, die aktuelle Spitzenposition zu untermauern und jahresübergreifend den sechsten Ligasieg in Folge zu feiern. Bereits das Hinspiel ging mit einem klaren 3:0-Sieg an die Magdeburger.

Doch nicht immer behielten die Blau-Weißen auch in Erfurt die Oberhand. Von den letzten vier Gastauftritten in Thüringen konnte Magdeburg nur ein Duell für sich entscheiden, zudem gab es zwei Niederlagen und ein Remis.

Bereits in der Regionalliga Nordost blieb der Club zwischen 1997 und 2000 bei den Erfurtern sieglos. Angesichts der Formstärke, die die Härtel-Elf auch bei den Testspielen im Rahmen der Wintervorbereitung an den Tag legte, könnte die historische Negativserie nur eine Nebenrolle spielen.

Christopher Handke, der seinen Vertrag in der Elbstadt in der Winterpause verlängert hat, steht nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung und kehrt gegen seinen Ex-Verein in die Anfangsformation zurück. Diese dürfte im Vergleich zum 3:0-Erfolg gegen Großaspach zudem nahezu identisch sein.

In vorderster Front agiert somit wieder das aus Julius Düker, Christian Beck und Michel Niemeyer bestehende Trio, das an den letzten fünf Spieltagen zusammen elf Treffer erzielen konnte. Vor allem Beck dürfte sich auf das Ost-Derby freuen, steuerte der 29-Jährige in seinen fünf Duellen mit RWE gleich drei Tore bei.