Waldhof Mannheim und die Krux mit der 2. Halbzeit

SVW zeigt zwei Gesichter

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 12.10.2020 | 13:15
Waldhof Mannheims Trainer Patrick Glöckner

Holte mit dem SVW bisher vier Remis in vier Spielen: Patrick Glöckner. ©Imago images/foto2press

Es war ein dominanter Auftritt, den die 6.000 Zuschauer am Samstag im Fritz-Walter-Stadion sahen, allerdings nicht von der Heimmannschaft, sondern von den Gästen aus Mannheim. Der Waldhof befreite sich Mal um Mal geschickt aus der Defensive, um sich per flüssigem Passspiel in den FCK-Strafraum zu kombinieren.

Zu Buche stand wie schon gegen Viktoria Köln und Dynamo Dresden eine Halbzeitführung und wie schon gegen Viktoria und Dynamo ließ der SVW in der 2. Halbzeit noch den Ausgleich zu. Die bisherigen Waldhof-Auftritte spiegeln sich in Zahlen wieder: In der ersten Halbzeit ein Torverhältnis von 6:2, bei drei Führungen und einem Remis – kein Drittligist ist vor dem Seitenwechsel besser. Nach der Pause ergibt sich bei einem Torverhältnis von 2:6 genau das umgekehrte Bild.

Optimismus

Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Gegen den FCK verpasste Waldhof Mannheim, das 2:0 schon vor der Pause nachzulegen, auch am ersten Spieltag gegen Viktoria Köln hätte die Elf von Patrick Glöckner höher als 2:0 führen können. Die suboptimale Chancenverwertung, „letztendlich gibt es kein Patentrezept“ um diese zu verbessern, sagte Glöckner nach dem Spiel gegen den FCK im SWR.

Sich dem Druck in der 2. Halbzeit zur erwehren, auch in diesem Bereich gibt es Verbesserungspotential bei Waldhof Mannheim. Gegen den FCK stärkte Glöckner das zentrale Mittelfeld, eigene Angriffe waren allerdings Mangelware und so fiel der Ausgleichstreffer zwangsläufig.

Mit vier Remis gestartet ist aktuell noch nicht abzusehen, wohin die Reise für den SVW in dieser Saison geht. „Wenn einmal der Knoten geplatzt ist, kann viel entstehen“, gibt sich Glöckner optimistisch. Ob jener Knoten am kommenden Spieltag platzt? Dann geht es zum SV Wehen Wiesbaden – dem nach Waldhof Mannheim derzeit zweitbesten Team der 1. Halbzeit.