Hansa Rostock: Verkalkuliert in Sachen Kaderplanung?

Strategiepapier dürfte Fragen aufwerfen

Rene Schneider, FC Hansa Rostock

Dürfte einen spannenden Sommer verleben: FCH-Manager René Schneider. ©Imago/Hartenfelser

Sportlich kann bei den Rostockern in dieser Spielzeit bekanntlich nichts mehr anbrennen. Mit einem Sieg im letzten Saisonspiel gegen den Chemnitzer FC, könnte die Hansa-Kogge die aktuelle Saison gar vor den Himmelblauen abschließen und in der Tabelle noch einige Plätze gut machen. Dennoch muss sich der FCH derzeit mit einigen Problemen auseinandersetzen.

Strategiepapier mit Defiziten

Nach der zurückliegenden Partie gegen Rot-Weiß Erfurt entschlossen sich die Verantwortlichen in Rostock für eine Beurlaubung von Trainer Christian Brand, im abschließenden Saisonspiel wird CO-Trainer Uwe Ehlers die Geschicke der Mannschaft von der Seitenlinie aus begleiten. Nun sorgt zudem ein Strategie-Papier für Aufsehen.

Wie FuPa.net berichtet, handelt es sich dabei um eine 14-seitige Ausarbeitung, in der der derzeitige Kader in Leistungsgruppen eingeteilt wurde. Dabei wurde lediglich dem scheidenden Torhüter Marcel Schuhen, der sein Glück beim SV Sandhausen in der 2. Bundesliga versuchen wird, Führungsqualitäten attestiert. Stammspieler wie Dennis Erdmann oder Maximilian Ahlschwede landeten lediglich in der Kategorie „Durchschnittsspieler“.

Plan ohne Mehrwert

Für die neue Spielzeit strebten Ex-Coach Christian Brand, Manager René Schneider und Aufsichtsratsmitglied Rainer Lemmer einen Kader an, in dem knapp fünf Führungsspieler, elf sogenannte A/B-Spieler sowie neun Entwicklungsspieler etabliert werden sollten. Die sportliche Führung in Rostock konnte sich jedoch nicht mit dieser Personal-Strategie anfreunden. Darüber, ob dies bei der Trennung von Christian Brand eine Rolle spielte, darf spekuliert werden.

Der Plan hatte jedenfalls seine Baustellen. 11 Spieler aus dem derzeitigen Kader, darunter einige Profis der Marke „Durchschnittsspieler“, haben bereits einen Vertrag für die kommende Spielzeit – laut den Planungen sollte es diese Gruppe in der nächsten Runde jedoch nicht mehr geben. Zudem sollen acht weitere Profis, bei denen der Vertrag ausläuft, gehalten werden – Planungsspielraum, um Nachwuchsspieler und Führungskräfte zu verpflichten, sieht anders aus.

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