MSV Duisburg: Hajri präsentiert sich selbstbewusst

Defensivspezialist ist froh über die eigene Leistung

Enis Hajri grätscht gegen Magdeburgs Gerrit Müller.

Enis Hajri (r.) durfte in dieser Saison erst 5-mal über die volle Spielzeit für die „Zebras“ ran. ©Imago/foto2press

So schnell kann es manchmal gehen: In der Rückrunde hatte Enis Hajri bis zum vergangenen Samstag noch kein Drittliga-Spiel über die vollen 90 Minuten absolviert, zumeist saß er beim MSV Duisburg nur auf der Bank. Gegen den FSV Frankfurt bekam der Deutsch-Tunesier aber das Vertrauen von Trainer Ilia Gruev geschenkt, allerdings auf der für ihn ungewohnten Position des Linksverteidigers. Kein Problem für Hajri.

Ich habe meine Chance genutzt. Und das macht mich stolz. (Enis Hajri)

Zunächst bereitete er den Anschlusstreffer der „Zebras“ von Kingsley Onuegbu vor, anschließend sorgte der 34-Jährige höchstpersönlich dafür, dass die Meidericher aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg machten. Entsprechend selbstbewusst präsentierte sich Hajri später. In der BILD (Ausgabe vom 25.04.2017) sagte er: „Viele haben mich abgeschrieben und mir auch nicht zugetraut, dass ich links hinten spielen kann. Ich habe meine Chance genutzt. Und das macht mich stolz.“

Keine Wechsel-Gedanken

Enis Hajri kam 2014 vom 1. FC Kaiserslautern an die Wedau. In seiner ersten Saison kam er auf 27 Einsätze und hatte damit einen großen Anteil am Duisburger Aufstieg in die 2. Bundesliga. Im Fußball-Unterhaus bremsten den gelernten Innenverteidiger dann zwei langwierige Verletzungen aus, sodass er nur auf acht Partien kam. In der laufenden Spielzeit hatte er gegenüber seinen Konkurrenten Thomas Blomeyer, Dustin Bomheuer und Branimir Bajic zumeist das Nachsehen.

Ich hoffe, der MSV weiß, was er an mir hat. (Enis Hajri)

Dennoch macht sich Hajri offensichtlich keine Gedanken darum, die „Zebras“ im Sommer zu verlassen: „Ich hoffe, der MSV weiß, was er an mir hat“, so der 34-Jährige weiter. Sein Kontrakt in Duisburg läuft noch bis 2018. Vielleicht darf er im kommenden Jahr somit einen neuen Anlauf in der 2. Bundesliga wagen.

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