Dynamo Dresden läuft diesmal vergeblich hinterher

In drei der letzten vier Spiele im Rückstand

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 12.01.2021 | 09:19
Christoph Daferner von Dynamo Dresden

Auch Christoph Daferner konnte den Rückstand diesmal nicht umbiegen. ©Imago images/ Dennis Hetzschold

Erstmals nach acht Spielen musste Dynamo Dresden wieder eine Niederlage einstecken. Das 0:1 nach etwas über einer halben Stunde durch Sercan Sararer wurde von den Hausherren leidenschaftlich verteidigt. So gelang diesmal nicht, was in den vorangegangen drei Partien zweimal klappte: ein Spiel zu drehen. Die Chancen waren allerdings da.

„Wir haben gerade Anfang zweite Halbzeit drei, vier hochkarätige Möglichkeiten, die wir liegenlassen, sind unachtsam beim ersten Tor. Dann rennst du hinterher. Gegen einen tief stehenden Gegner war es sehr schwer“, analysierte Trainer Markus Kauczinski bei Magenta Sport.

Abwehrfehler häufen sich

So traf ein aus den letzten Partien bekanntes Element auf ein unbekanntes. Denn die angesprochene Unachtsamkeit zog sich durch die vergangenen Spiele. Diesmal war es Robin Becker, der an der Seitenlinie ohne Not einen schlampigen Pass nach hinten spielte, den Sararer dann dankend mitnahm.

„Den muss ich drüber spielen, dann passiert überhaupt nichts“, tadelte auch Kauczinski. Gegen den HFC waren es am 15. Spieltag mit Yannick Stark, Becker und Kevin Ehlers gleich drei Spieler, die nacheinander im Zweikampf mit Torschütze Julian Derstroff nicht konsequent genug agierten und das 0:1 zuließen.

Vor Weihnachten war es gegen Viktoria erst das gesamte Team, dass sich schon in der zweiten Spielminute völlig unnötig auswärts auskontern ließ, wenn auch der resultierende Strafstoß diskussionswürdig war. Der erneute Rückstand nach zwischenzeitlichem 1:1 war dann aber wieder ein krasser individueller Fehler. Diesmal war es Keeper Kevin Broll, der den Ball durch die Hände rutschen ließ.

Die defensiven Fehler sind also kein ungewohntes Bild. Anders als die letzten drei Gegner – neben dem HFC und Viktoria noch der SC Verl – war Türkgücü aber ausschließlich auf Verteidigen aus.

Gut daher, dass der nächste Gegner Wehen Wiesbaden heißt: Das Team von Rüdiger Rehm hat nach 1860 den besten Angriff der 3. Liga, spielt gerne nach vorne. Die Abwehr hingegen ist die viertschwächste der Saison. In den letzten vier Spielen lag der SVWW selbst dreimal mit 0:1 hinten.