FSV Zwickau: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Alexander Sorge, Kevin Hoffmann & Co.

Alexander Sorge im Gespräch mit Joe Enochs

Alexander Sorge (l.) verließ die Schwäne im Sommer. ©Imago images/Picture Point

13 Abgänge (Toni Wachsmuth mitgerechnet) verzeichnete der FSV Zwickau im Sommer. Darunter war Innenverteidiger Alexander Sorge, den es von Westsachsen nach Bayern, zum ambitionierten Regionalligisten Türkgücü München, zog. Wie gelingt dem gebürtigen Leipziger die Anpassung an die weiß-blaue Lebenskultur?

„Dass ich jetzt nicht mehr „heeme“, sondern „hoam“ komme“, sei eine der größten Umstellungen gewesen, sagt er im Gespräch mit Liga-Drei.de augenzwinkernd. „Im Ernst, entgegen vieler Vorurteile gibt es viel mehr Gemeinsamkeiten beider Gegenden und Menschen, als dass ich mich auf irgendetwas umstellen musste. Auch die Bayern sind offen und herzlich.“

Schwäne auf der Wiesn

Nach seiner schweren Verletzung, die ihn in Zwickau häufig zum Zuschauen zwang, findet er bei Türkgücü immer besser rein, will sich dabei „stetig verbessern“ und „tabellarisch dort bleiben, wo wir momentan stehen“. Das ist an der Tabellenspitze – womöglich gibt es also im nächsten Jahr ein Wiedersehen in Liga drei mit seinen Ex-Kollegen aus Zwickau, die Sorge „sehr ans Herz gewachsen sind“.

Für die einstigen Teamkollegen hat es auch was gutes, dass Sorge jetzt in der bayerischen Landeshauptstadt kickt. „Da bricht der Kontakt nicht ab. Zum Beispiel habe ich mich sehr gefreut, dass ich einen Tross aus Zwickau zum Oktoberfest in München begrüßen durfte“, gewährt Sorge einen Einblick in das gute Verhältnis zu den Ex-Mitspielern, denen er „auf dem weiteren Weg die Daumen“ drückt – „konstant ordentliche Leistungen“ nimmt er aus München von den Schwänen wahr.

Florian Dietz gegen Alexander Sorge

Alexander Sorge ist nah am Mann – wie hier im Landespokal gegen Hachings Florian Dietz (l.). ©Imago images/Lackovic

Die übrigen Abgänge:

Tarsis Bonga:
Wie es beim Offensivmann läuft, sieht der FSV ganz genau am 18. Spieltag – dann nämlich steht das Duell mit dem CFC an, für den Bonga jetzt seine Fußballstiefel schnürt. Seit dem Trainerwechsel hin zu Patrick Glöckner läuft es auch für ihn immer besser. Zuletzt durfte der großgewachsene Angreifer beständig auf dem Flügel ran.

Nico Antonitsch:
Auch Antonitsch blieb in der Liga, kickt jetzt beim FC Ingolstadt, also dem Gegner des vorherigen Spieltags. Dort ist er aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken, sodass sich auch gestandene Spieler wie FCI-Abwehrchef Björn Paulsen vorerst gedulden müssen.

Bryan Gaul:
Um den Abwehrmann wurde es ruhig, aktuell ist er vereinslos. Auf Instagram gibt er Einblicke in seine aktuellen Aktivitäten in seiner Heimat USA – zu denen unter anderem ein eigener Podcast über Beziehungs-Themen zählt.

Anthony Barylla:
Beim 1. FC Saarbrücken ist der Defensiv-Spezialist Stammspieler und führt mit seiner Mannschaft nicht nur souverän die Tabelle der Regionalliga Südwest an. Außerdem entpuppten sich Barylla und Co. zuletzt als Pokalschreck (3:2 gegen den 1. FC Köln).

Alexandros Kartalis:
Der in Nürnberg geborene Deutsch-Grieche wechselte im Sommer zu PAS Giannina, wo Kartalis auf einen anderen Drittliga-Bekannten trifft: Ex-Aalen-Trainer Argirios Giannikis trainiert den griechischen Zweitligisten. Am vergangenen Wochenende durfte Kartalis jubeln: Beim 1:0-Auswärtssieg seiner Mannschaft in Chania erzielte er den 1:0-Siegtreffer.

Manolo Rodas:
Während Manolo Rodas unter Ex-Coach Daniel Steuernagel (Jetzt: KFC Uerdingen) bei den Kickers Offenbach einen schwierigen Stand hatte, stand er zuletzt stets in der Startformation und beackerte dabei die linke Offensivseite. An der mageren Ausbeute der Kickers (ein Punkt aus den letzten vier Spielen), konnte auch er allerdings nichts ändern.

Nico Beyer:
Der 23-Jährige wechselte zurück in die Hauptstadt, zum Berliner AK. Dort wird er allerdings von einer Verletzung ausgebremst. Erst ein Einsatz im Landespokal steht für ihn zu Buche.

Julian Hodek:
Zunächst ging es für Hodek zum BFC Dynamo, dort blieb er allerdings nur einen Monat. Der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst, wie es hieß, woraufhin der Mittelfeldspieler an den Bodensee, zum 1. FC Rielasingen-Arlen wechselte. Dort kickt er an der Seite eines weiteren ehemaligen Zwickauers: Christian Mauersberger. Aktuell belegt Rielasingen den 13. Platz der Oberliga Baden-Württemberg.

Lion Lauberbach:
Bei Holstein Kiel sollte Lauberbach langsam herangeführt werden, macht seine Sache jedoch so gut, dass er regelmäßig als Joker in der zweiten Liga zum Einsatz kommt. Auf sein erstes Zweitliga-Tor wartet der großgewachsene Stürmer allerdings noch.

Kevin Hoffmann:
Der Mittelfeldspieler kehrte zunächst zum SSV Jahn Regensburg zurück, der ihn dann erneut verlieh, zum VfR Aalen. Dort ist Hoffmann Stammspieler im zentralen Mittelfeld und kann mit vier Toren sowie drei Vorlagen in zwölf Einsätzen ordentliche Statistiken vorweisen.

Orrin McKinze Gaines II:
Auch der US-Amerikaner wurde von seinem Stammverein erneut verliehen. Vom SV Darmstadt 98 ging es zu Zwickaus Ligakonkurrent Großaspach. Dort schaffte er es erst zweimal in die Startelf, ist häufiger als Joker gefragt. Auf seinen Durchbruch beim Dorfklub wartet McKinze Gaines allerdings noch.

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