FSV Zwickau: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Nico Antonitsch jubelt mit Ronny König und Mike Könnecke

Werden Nico Antonitsch (m.) und die Schwäne sich ein viertes Jahr in der 3. Liga erkämpfen? ©Imago/Picture Point

Der FSV Zwickau verbrachte die gesamte letzte Saison in der Nähe der Abstiegsränge, war aber seit Februar dennoch weitestgehend sorgenfrei, was den Klassenerhalt anging. Die unter diesem Aspekt positive Saison nahm aber mit der letztlich unschönen Trennung von Trainer Torsten Ziegner ein wenig erfreuliches Ende.

Sein Nachfolger Joe Enochs soll die Schwäne nun mindestens zu demselben sportlichen Ergebnis führen. Für die Fans wäre daneben ein Sieg im ersten Saisonspiel gegen den HFC mit Ex-Trainer Torsten Ziegner an der Seitenlinie ein großer Schritt in ein erfolgreiches drittes Jahr in der Liga.

Kader & Transfers

Jan Washausen und Bentley Baxter Bahn, die Ihrem Trainer nach Halle folgten, sind die einzigen Abgänge, die der FSV wirklich zu beklagen hat. Alle anderen Spieler, die den Arbeitgeber wechselten, waren eher selten Teil der Startelf.

Neu kam dafür ein Mix aus erfahrenen und jungen  Spielern. Von Julius Reinhardt, Christian Bickel und Bryan Gaul wird mehr oder weniger sofort eine Führungsrolle erwartet, wobei Gaul erstmal verletzt ausfällt.

Spieler wie der großgewachsene Mittelstürmer Tarsis Bonga, der technisch beschlagene Lion Lauberbach oder der bei Hertha BSC gut ausgebildete Nico Beyer sollen die Chance erhalten, sich zu entwickeln. Zu Gute kommt dem Mannschaftsgefüge sicherlich, dass die Abwehr samt Torwart praktisch unverändert bleibt. Kapitän Toni Wachsmuth und seine Nebenleute dürften dann auch die Basis für den Erfolg der Mannschaft sein.

Die aktuelle Form

Nach einigen Siegen gegen Mannschaften aus unteren Klassen endete die Vorbereitung ergebnistechnisch eher ernüchternd mit Niederlagen gegen Lok Leipzig (0:3), Dynamo Dresden (2:3) und Jahn Regensburg (0:1). Allerdings zeigte sich die Mannschaft in ihrer Bestbesetzung gegen die Regensburger in ordentlicher Form und hätte auch gewinnen können. 

Auch ohne Trainingslager scheint das Team also rechtzeitig zum Saisonbeginn die von Joe Enochs anvisierte Spielweise umsetzen zu können und sich vor allem in der Defensive zu fangen.

Stärken & Schwächen

Blickt man auf die letzte Spielzeit, kann vor allem der Angriff als Schwachpunkt ausgemacht werden. Nur der abgeschlagene Letzte Erfurt traf seltener ins gegnerische Tor. Kein Wunder, dass Joe Enochs hier den Hebel ansetzte.

Der große Pluspunkt dieses Teams ist vor allem die Erfahrung. Auf den Schlüsselpositionen in der Mittelachse vom Tor bis zum Mittelstürmer finden sich ausschließlich Akteure, die sich auch von einer schlechten Phase nicht aus der Ruhe werden bringen lassen. Natürlich birgt der höhere Altersschnitt auch Gefahren wie die erhöhte Verletzungsanfälligkeit. Ronny König verpasste so etwa weite Teile der Vorbereitung.

Joe Enochs vom FSV Zwickau

Kann Joe Enochs auch außerhalb von Osnabrück Erfolge feiern? ©Imago/Picture Point

Der Trainer

Joe Enochs musste in der letzten Saison recht früh schwachem Start seinen Stuhl beim VfL Osnabrück räumen, wo er als Spieler und Trainer seit 1996 aktiv war. In Zwickau will er nun einen Neuanfang machen. Bislang ist er mit seiner offenen Art sehr gut angekommen bei den Sachsen. 

Das Umfeld wäre mit einem Auftaktsieg zu Hause gegen Halle sicher noch länger ruhig gestellt. Dies ist umso wichtiger, da im Anschluss mit dem Spiel in Karlsruhe und dann gegen Absteiger Braunschweig schwere Aufgaben warten. Bei einer Niederlage könnten aber schnell Zweifel an der früheren Osnabrücker Identifikationsfigur aufkommen.

Die mögliche Startelf

Angekündigt hat Enochs jedenfalls, den FSV offensiver agieren zu lassen als es in der vergangenen Saison der Fall war. Die damit einhergehenden Risiken soll eine geschlossene Rückwärtsbewegung auffangen. Julius Reinhardt ist der Mann, der für das Gleichgewicht zwischen Angriff und Verteidigung sorgen soll. 

Das bevorzugte System zu diesem Zweck ist ein 4-4-2 mit einem großen Zielspieler vorne, neben dem ein eher hängender Angreifer agiert. Die erste Rolle dürfte nach der langen Verletzungsdauer von Ronny König zum Saisonbeginn erstmal Tarsis Bonga übernehmen.

Die voraussichtliche Startelf: Johannes Brinkies – Anthony Barylla, Nico Antonitsch, Toni Wachsmuth, René Lange – Christian Bickel, Davy Frick, Julius Reinhardt, Nils Miatke – Lion Lauberbach, Tarsis Bonga

 Fazit & Prognose

Den FSV erwartet schon alleine wegen des Auftaktprogramms eine schwere Saison. Wir erwarten eine ähnliche Punktausbeute wie in der vergangenen Spielzeit, angesichts der starken Konkurrenz wird der Klassenerhalt damit aber nicht wieder so schnell geschafft sein.

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