Hallescher FC: Insolvenz keine Option

"Aalener Modell" für HFC-Probleme ungeeignet

Halles Anhang muss mit keiner Insolvenz des Klubs rechnen

HFC-Fans müssen keinen Neun-Punkte-Abzug fürchten © imago

Für die Führung des Halleschen FC ist die Anmeldung einer Insolvenz keine Option zur Lösung der finanziellen Probleme. Manager Ralph Kühne wies aufgekommene Überlegungen zu entsprechenden Plänen als ungeeignet zurück.

„Eine Planinsolvenz kommt für den HFC nicht infrage“, sagte Kühne in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 07.02.201). Der 49-Jährige erläuterte weiter, dass die Problematik bei den Saale-Städtern keine zu hohe Verschuldung sei. Der Verein habe keine größeren Schulden, sodass es in Halle „nicht um verzinste Verbindlichkeiten, sondern um einen absehbaren Liquiditätsengpass“ gehe.

Aalen kein Vorbild

In Halles Kasse klafft für den weiteren Saisonverlauf ein Loch von 1,35 Millionen Euro. Ursache für die Etatlücke sind zu geringe Zuschauergelder sowie ebenfalls zu wenige und noch ausstehende Einnahmen aus dem Sponsoring.

Eine Insolvenz hatte im Vorjahr Halles Ligakonkurrent VfR Aalen von einem Schuldenberg befreit. Der mit dem Schritt verbundenen Abzug von neun Punkten hatte für die Süddeutschen aufgrund einer guten Saison sportlich keine gravierenderen Folgen. Der HFC steht durch seine beiden Erfolgen in den ersten drei Spielen nach der Winterpause derzeit exakt neun Zähler vor dem ersten Abstiegsplatz.

Statt mit einem wirtschaftsjuristischen Taschenspielertrick beschäftigt sich die HFC-Spitze momentan weiter an der Zusammenstellung aller notwendigen Dokumente zur Erstellung eines Sanierungskonzepts. Die Stadt hat dem Klub dafür eine Frist bis zum 23. Februar als Bedingung für offizielle Hilfsmaßnahmen gesetzt.

Für Hoffnung hatte zu Monatsbeginn eine HFC-Mitteilung über den Verlauf der parallel durchgeführten Spendenaktion „Jetzt erst recht – nur zusammen“ gesorgt. Demnach sei durch die Sammlung mittlerweile das „Zwischenziel“ von 300.000 Euro erreicht worden.