Hallescher FC: Müller-Signal für Verbleib

Torwart-Eigengewächs sieht Zukunft vorerst in Halle

Will Halle nicht verlassen: HFC-Keeper Tom Müller

Plant Zukunft beim HFC: Torwart Tom Müller © imago/picture-point

Der Hallesche FC darf sich Hoffnungen auf einen Verbleib seines Torwarts Tom Müller über das Saisonende machen. Unabhängig von der Option der Saalestädter auf eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages ihres Eigengewächses um ein weiteres Jahr kann sich offenbar auch der Keeper selbst trotz des Interesses von Bundesligist RB Leipzig vorerst eine Zukunft bei seinem Stammverein vorstellen.

Für Toms Entwicklung wäre ein weiteres Jahr beim HFC sicherlich ideal. (Berater Christoph Kramer)

Müllers Lager jedenfalls sendet inzwischen entsprechende Signale. „Für Toms Entwicklung wäre ein weiteres Jahr beim HFC sicherlich ideal“, sagte Müllers Berater Christoph Kramer der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 17.1.2018). Als Begründung für seine Position nannte Kramer die Aussicht seines Klienten auf Spielpraxis.

Leipziger Planungen mit Müller als Leihobjekt

In der Vorwoche waren Leipziger Bemühungen um Müller bekannt geworden. Der Vizemeister hatte demnach sogar schon Kontakt zum HFC aufgenommen, soll den 20 Jahre alten Schlussmann im Falle einer Verpflichtung jedoch möglicherweise zunächst an seinen Partnerverein und Österreichs Meister Red Bull Salzburg ausleihen wollen.

Müller scheint gerade an dieser Planung wenig Gefallen zu finden. Eine Fortsetzung seiner Karriere in Halle wird offenbar einem Engagement in Österreichs zweitklassiger Bundesliga vorgezogen.

Bis zu Beginn der Winterpause war Müller zu einem der Aufsteiger im Team von HFC-Coach Rico Schmitt aufgestiegen. Als Reservekeeper in die Saison gegangen, verdrängte der gebürtige Dessauer den vorherigen Stammkeeper Oliver Schnitzler aus dem Tor der Hallenser und profitierte dabei auch von einer Rotsperre der etatmäßigen Nummer eins. Seit dem elften Spieltag hat Schmitt auf das HFC-Talent als Torhüter gesetzt und Müller auch schon für den zweiten Saisonabschnitt das Vertrauen ausgesprochen.

Ob Halle seiner Torwart-Hoffnung sogar noch einen längerfristigen Vertrag über 2019 hinaus anbieten wird, ist noch nicht klar. Die Kaderplanung des früheren Zweitligisten liegt aufgrund der akuten Finanzprobleme des Klubs und der damit weiterhin bestehenden Vakanz auf dem Sportdirektoren-Posten auf Eis.