Hallescher FC: Schmitt hadert mit der Defensive

Trainer mit Zweikampfverhalten unzufrieden

Daniel Bohl vom Halleschen FC

Ist auch in der Pflicht: HFC-Neuzugang Daniel Bohl. ©Imago/Christian Schroedter

Das 4:4-Unentschieden gegen den SC Paderborn fühlte sich für den HFC wie ein Sieg an. Vor allem Braydon Manu feierte einen perfekten Einstieg im Erdgas Sportpark, er leitete den dritten Treffer ein und machte kurz vor Schluss den Ausgleichstreffer selbst. Die offensiven Vorgaben, die Schmitt vor der Partie an sein Team richtete, hat die Mannschaft also umgesetzt.

Schwaches Zweikampfverhalten

Bei aller Euphorie über die furiose Aufholjagd richtet Trainer Rico Schmitt bei der Analyse allerdings mahnende Worte an seine Mannschaft. „Wir hätten sechs Treffer kriegen können“, wird er in der Bild (Ausgabe vom 25.07.2017) zitiert. Dies lag zum Einen an den Akteuren in der Viererabwehrkette Baumgärtel, Starostzik, Kleineheismann und Schilk, die oft einen Schritt zu spät in den Zweikämpfen waren. Dies bestätigte auch Schmitt: „Wir waren zu weit weg von den Leuten“.

Andererseits war das offensiv ausgerichtete System Schmitts sicher ein weiterer Grund für die vier Gegentreffer. Drei Gegentore fielen nach Kontern, als die Mannschaft in der Offensive den Ball verlor und dann im Umschaltverhalten zu behäbig agierte.

Dass der Trainer sein System für das nächste Spiel verändert, ist jedoch unwahrscheinlich. Eher wird es personelle Veränderungen geben. Da die Abstimmung zwischen Abwehrchef Kleineheismann und Neuzugang Hendrik Starostzik noch nicht funktionierte, könnte Max Barnofsky für Starostzik in die Mannschaft rücken. Mit Daniel Bohl steht außerdem ein agiler Abräumer im zentralen Mittelfeld bereit, der dem HFC besonders im Umschaltspiel guttun würde.

Wo landet der HFC am Ende der kommenden Saison? Jetzt wetten!