Hallescher FC: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Björn Jopek am Ball für den HFC

Hat gute Startelf-Chancen: Neuzugang Björn Jopek. ©Imago/Köhn

Konstant unkonstant spielte der Hallesche FC in der vergangenen Saison und rutschte zwischenzeitlich bis auf Rang 17 ab. Ein guter Schlussspurt sicherte letztlich doch einen Platz im Tabellenmittelfeld. Kann der HFC das Ergebnis nun mit neuem Trainer und einigen Neuzugängen verbessern? Liga-Drei.de nimmt die Saalestädter genau unter die Lupe und verrät im Fazit, wo es für sie in der kommenden Saison hingehen könnte.

Kader & Transfers

Personell hat sich einiges getan. Gleich 17 Spieler verließen den Verein, zwölf externe Neuzugänge kamen hinzu. Aus der oft löchrigen Defensivzentrale des letzten Jahres blieb lediglich Hendrik Starostzik übrig, während mit Sebastian Mai ein Innenverteidiger dazu kommt, der seinen Stammplatz wohl sicher hat.

Auf den defensiven Außenbahnen darf vor allem auf Neuzugang Fynn Arkenberg gespannt sein, der sich von Hannover 96 anschloss. Im Mittelfeld kicken künftig Bahn und Jopek, wobei letzterer in der vergangenen Saison kaum auf dem Platz stand. In der Vorbereitung fand er aber bislang seinen Rhythmus.

Mit Moritz Heyer verpflichtete Halle einen weiteren drittligaerfahrenen Spieler fürs Zentrum, das gleiche gilt für Neu-Kapitän Jan Washausen. Beide können allerdings auch in der Abwehr agieren.

In der Offensive muss der HFC ohne Martin Röser auskommen und ließ Spieler wie Benjamin Pintol oder Hilal El-Helwe ziehen. Ersatz konnte bislang mit Davud Tuma, der im linken Mittelfeld sowie auf dem Flügel agieren kann sowie Pascal Sohm verpflichtet werden.

Die aktuelle Form

Die Vorbereitung fing mit deutlichen Siegen gegen unterklassige Gegner blendend an und entwickelte sich gut weiter. Einem 2:2 gegen Wacker Nordhausen folgte ein 3:0-Sieg gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia sowie eine knappe 2:3-Niederlage gegen Aue.

Für Furore sorgte der HFC durch den 2:1-Sieg gegen Bundesligist Nürnberg, wo sich die Hallenser vor allem in Hälfte eins in der Defensive stabil und offensiv clever präsentierten. Durch den Erfolg hatten Washausen und Co. eine breite Brust, die allerdings nach dem glücklichen Sieg gegen Lok Leipzig bei der heutigen Generalprobe wieder etwas abgeschwellt sein dürfte.

Stärken & Schwächen

Halle machte nach der vergangenen Saison einen klaren Schnitt und wechselte neben einem Großteil der Mannschaft auch den Trainer. Ziegner brachte den Testspiel-Eindrücken zufolge den erhofften frischen Wind, meist war ordentlich Feuer in den Partien.

Von den Neuzugängen haben einige das Zeug zum Führungsspieler und können auf dem Platz Verantwortung übernehmen. Wie bei jedem Team, das einen Umbruch hinter sich hat, müssen sich die Automatismen erst finden, was allerdings zuletzt gut funktionierte.

Torsten Ziegner dirigiert den HFC

Gibt den Ton an: Neu-Coach Torsten Ziegner. ©Imago/Koehn

Der Trainer

Torsten Ziegner kommt von Ligakonkurrent Zwickau, wo er mit bescheidenen Mitteln viel erreichte. Nun möchte sich der 40-Jährige weiterentwickeln und soll zugleich den HFC wieder in höhere Tabellenregionen führen. Das Vertrauen des Vorstands ist ihm sicher.

Spielerisch verlangt Ziegner seiner Truppe einiges ab. Grundtugenden wie die Laufbereitschaft müssen stimmen, allerdings fordert er seine Mannschaft auch stets im taktischen Bereich, betont, seine Spieler müssen flexibel sein. Aufgrund des Konkurrenzkampfs ist unter Ziegner kein Ausruhen möglich.

Die mögliche Startelf

In der Vorbereitung testete Ziegner mehrere Systeme, unter anderem mit Dreier-Abwehrkette. Zum Saisonstart gegen Zwickau sehen wir Halle aber wohl im 4-4-2. Die Torwartfrage will der Trainer im Spiel gegen Lok klären. Davor verteidigen wohl Washausen und Mai bzw. am ersten Spieltag Heyer, da Mai gesperrt ist. Zudem sind Sohm und Washausen angeschlagen, sie mussten gegen Lok Leipzig ausgewechselt werden.

Auf den Außenbahnen scheinen Schilk und Landgraf die Nase vorn zu haben, während Bahn und Jopek die neue Mittelfeldzentrale bilden. Über die Außen Ajani und Manu soll es schnell nach vorne gehen, während der umtriebige Sohm und Fetsch das Sturmduo bilden. Agiert Halle nur mit einer Spitze, rückt Lindenhahn auf die Zehn.

Die voraussichtliche Startelf: Eisele – Schilk, Mai, Washausen, Landgraf – Ajani, Jopek, Bahn, Manu – Sohm, Fetsch

Fazit & Prognose

Der HFC ist runderneuert und hat die Lethargie der vergangenen Saison in der Vorbereitung abgelegt. Gelingt ein guter Saisonstart, ist ein gesicherter Mittelfeldrang drin. Bei der Ausgeglichenheit der Liga wird allerdings auch immer auf die Abstiegsränge zu achten sein.

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