HFC: Keine Freigabe für Terrence Boyd

Derstroff & Gündüz kommen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 14.08.2020 | 14:20
Terrence Boyd im Dribbling.

Terrence Boyd soll mit seinen Auftritten im HFC-Dress Begehrlichkeiten geweckt haben. ©imago images/foto2press

Update (14:20 Uhr):
Der HFC hat mittlerweile seine Neuzugänge vier und fünf präsentiert. Wie der Klub am Mittag verkündete, werden sich ihm Julian Derstroff und Selum Gündüz anschließen. Über die Vertragslänge der beiden Flügelstürmer machte Halle keine Angaben.

Unser ursprünglicher Artikel (9:41 Uhr):
Drei Neuzugänge und einen Leihrückkehrer konnte der HFC bislang präsentieren, auf Seiten der Abgänge hat der Klub hingegen deutlich mehr Bewegung zu verzeichnen. Zehn Spieler aus dem Vorjahr werden nicht mehr für Halle auflaufen, mit Terrence Boyd ranken sich weiterhin Gerüchte um Abgang Nummer elf.

Der Kicker berichtete bereits vom Interesse des FCK am bulligen Angreifers, laut der Bild (Ausgabe vom 14.08.2020) soll es zuletzt auch Interesse von der FC Bayern U23 gegeben haben. Beim amtierenden Drittliga-Meister herrscht bekanntlich Bedarf nach einem erfahrenen und robusten Angreifer, nachdem „Otschi“ Wriedt den Klub im Sommer in Richtung Tilburg verlassen hat.

Vierte Säule könnte wegbrechen

„Es gab schon die eine oder andere Anfrage“, bestätigte nun Sportdirektor Ralf Heskamp gegenüber der Bild, schiebt dem Abgang seines torgefährlichsten Angreifers jedoch einen Riegel vor: „Wir sehen Terrence als eine wichtige Säule in unseren Reihen. Deshalb stellt sich aktuell für uns diese Frage nicht.“

Mit dem Abgang von wichtigen Säulen hat der HFC in diesem Sommer bereits leidliche Erfahrungen sammeln müssen. Mit Sebastian Mai und Pascal Sohm (beide Dresden) sowie Bentley Baxter Bahn (Rostock) haben bereits derer drei den Klub verlassen.

In Anbetracht dieses Aderlasses verwundert es nicht, dass Boyd – im Vorjahr mit 14 Treffern und elf Vorlagen an fast 40 Prozent der HFC-Tore direkt beteiligt – nicht der nächste Name in der Liste prominenter Abgänge werden soll. Aus sportlicher Sicht ein Verlust, darf aber auch der finanzielle Aspekt nicht vernachlässigt werden.

Machtwort oder Poker?

Während das Trio um Mai auf Grund ausgelaufener Verträge kein Geld in die Kasse spülte, ist Boyd noch bis 2021 an den Klub gebunden. Auf mögliche Ablösesummen schielt der HFC zudem bei einem Trio, bei welchem er sich gesprächsbereit zeigt. Da der Kader aktuell 20 Spieler umfasst, wird sich auf Seiten der Neuzugänge ohnehin noch etwas tun müssen.

Heskamps Absage an interessierte Vereine könnte daher auch verhandlungstaktische Gründe haben, um die finanzielle Schmerzgrenze für einen Boyd-Abgang nicht frühzeitig zu niedrig anzusetzen. Klar ist aber auch: Entscheidet sich Halle doch für einen Verkauf, muss eine weitere, große Lücke gestopft werden.