HFC: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Fetsch, Hilßner und Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 16.11.2020 | 13:33
Mathias Fetsch im Zweikampf

Mathias Fetsch überzeugt in der laufenden Saison als Torjäger. ©Imago images/Masterpress

Einige Leistungsträger musste der Hallesche FC im Sommer ziehen lassen, andere suchten selbst eine neue Herausforderung. Wie läuft es für die Ex-Hallenser aktuell? Wir haben uns umgeschaut:

Mathias Fetsch:
Seinen Torriecher hatte der Angreifer beim HFC schon unter Beweis gestellt, in der vergangenen Saison war er allerdings weniger gefragt. Bei den Offenbacher Kickers erhielt Fetsch Vertrauen und zahlte mit acht Toren in zehn Spielen zurück. Lässt er noch weitere Treffer folgen, wackelt sein eigener Torrekord aus der Saison 2012/13, als er zwölfmal traf – damals ebenfalls im Trikot der Offenbacher Kickers.

Ishmael Schubert-Abubakari:
Der erst 20-jährige Linksaußen hat bereits einen interessanten Werdegang hinter sich: Von der HSV-Jugend ging es nach Niendorf, von dort zur TSG Hoffenheim und dann nach Halle. Beim HFC konnte sich Schubert-Abubakari nicht durchsetzen, war bereits in der vergangenen Saison an Lok Leipzig verlieren. Im Sommer fügte Schubert-Abubakari einen neuen Verein seiner Liste hinzu: Bei der TVD Velbert in der Oberliga Niederrhein sollte er sein Potential fortan entfalten. Mit zwei Toren in den letzten drei Spielen kommt er dabei immer besser in Fahrt.

Erik Henschel:
Beim HFC kaum gefragt, ging es für den Rechtsverteidiger zurück in die Regionalliga Nord. Beim HSC Hannover stand er bisher meist in der Startelf und bekleidete dabei sämtliche Defensiv-Positionen. Mit sechs Punkten aus zehn Spielen durchlebt er beim HSC turbulente Zeiten.

Nick Galle:
Auch der Linksverteidiger ging wieder einen Schritt zurück in die Regionalliga. Seit seinem Wechsel stand er beständig in der Startelf Alemannia Aachens und wusste dabei durchaus zu überzeugen. Wenn Galle auf dem Feld war, hat der Traditionsverein aus Westdeutschland jedenfalls noch nicht verloren.

Pascal Sohm:
Nach seinen 19 Scorer-Punkten in der vergangenen Spielzeit für den HFC suchte der Offensivmann eine neue Herausforderung und fand diese bei Dynamo Dresden. Dort wurde er lange Zeit mit Sprunggelenksproblemen außer Gefecht gesetzt und muss sich erst ranarbeiten. Die Umstellung zum 3-5-2-System könnte für ihn eine Chance sein..

Sebastian Mai:
Wie Sohm nach Dresden gewechselt, versucht Mai an der Elbe das gleiche wie in Halle: Als Stammspieler vorangehen und seine Mitspieler zu pushen. Nach Saarbrücken, Rostock und Verl hat die SGD am wenigsten Gegentore zugelassen, dennoch präsentierte sich die Abwehr um Mai nicht vollends sattelfest. Zuletzt wirkte er an der Seite von Marco Hartmann deutlich stabiler.

Bentley Baxter Bahn:
Wie es dem Mittelfeldmann ergeht, darüber konnten sich die HFC-Anhänger zuletzt selbst ein Bild machen. Mit Hansa Rostock stand er gegen Halle auf dem Feld und agierte dabei wie in jedem bisherigen Saisonspiel in der Startelf. Mit drei Toren und drei Vorlagen brauchte Bahn erstaunlich wenig Anlaufzeit an der Ostsee.

Felix Drinkuth:
Beim HFC war Drinkuth Ergänzungsspieler, in Zwickau ging er bislang den nächsten Schritt, indem er in acht von neun Partien in der Startelf stand. Mit drei Scorer-Punkten in den ersten vier Spielen legte er dabei ordentlich los, baue allerdings zuletzt wie die gesamte Mannschaft des FSV ab.

Marcel Hilßner:
Der Offensivmann kehrte zunächst zum SC Paderborn zurück, der ihn dann zu Coventry City ziehen ließ. Mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet lässt sein Debüt dort allerdings noch auf sich warten: Eine hartnäckige Verletzung setzt ihn außer Gefecht.

Patrick Göbel:
Eine hohe Fluktuation herrschte beim KFC Uerdingen zuletzt auf der Rechtsverteidiger-Position. Großkreutz und Bittroff verabschiedeten sich, Omar Haktab Traoré kann verletzungsbedingt nicht mitwirken, Leon Schneider überzeugte nicht. Die Stunde von Patrick Göbel schlug also am siebten Spieltag. Seitdem ist er aus der Startelf des KFC nicht mehr wegzudenken und überzeugt als Rechtsverteidiger.

Florian Hansch:
Bei Stamm-Klub SV Sandhausen hatte Hansch keine Perspektive mehr, woraufhin er seinen Vertrag am Hardtwald auflöste. Seitdem ist der variable Flügelspieler vereinslos, genauso wie die Ex-Hallenser Björn Jopek und Jan Washausen.

Wer wurde bei Deinem Klub verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.