Dynamo Dresden: VfL Osnabrück als Vorbild

Doch Wehlend will keine Ausgliederung

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 04.01.2021 | 14:55
Dynamo Dresden Stadion

Dynamo Dresden ist das neue Aktionsfeld von Jürgen Wehlend. ©Imago images/Steffen Kuttner

„Wenn du in Zukunft erfolgreich sein willst, musst du es auch in der Gegenwart sein.“ Am heutigen Montag stellte Dynamo Dresden seinen neuen kaufmännischen Geschäftsführer Jürgen Wehlend vor und dieser gab sich zum Einstand als aufgeräumter Anpacker, der als gebürtiger Dresdner um die Historie des Vereins weiß und und versuchen will, ihm die „Reputation aus den 70er Jahren zurückzugeben“, wie er selbst sagt.

Wirtschaft und Sport Hand in Hand

Doch wie will Wehlend das bewerkstelligen? Mehrmals spricht der Funktionär eindringlich davon, Sponsoren, Spieler, Fans und Mitglieder in ein Boot zu holen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Als Vorbild für die Zukunft soll dann der VfL Osnabrück, wo Wehlend lange Jahre in verschiedenen Positionen tätig war, dienen.

„Mit dem was er in Osnabrück geschaffen hat – gerade mit der großen Insolvenzgefahr und was daraus jetzt geworden ist, wie sie wirtschaftlich dastehen, wie sie sich sportlich entwickelt haben – genau so etwas brauchen wir“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Heinig.

Unter andere gliederte Wehlend in früheren Tagen beim VfL die Profi-Abteilung aus, was allerdings keine Blaupause für seine Arbeit in Dresden sein soll. Im Gegenteil: „Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, sollte man den Weg der Ausgliederung nicht gehen“, so Wehlend, der sich gegen 60 Bewerber auf den Posten als SGD-Geschäftsführer durchsetzte.

Viel vor

So wie sein Beitrag auf seiner Vorstellungsrunde, wird es nun nötig sein, strukturiert vorzugehen und „alle davon zu überzeugen, dass der Weg, den wir dann finden, auch der richtige ist und diesen zeitnah zur Umsetzung bringen“, gibt Heinig die Richtung für die kommenden Tage, Wochen und Monate für seinen neuen Mitarbeiter vor.

Finanzen, Personal, Stadionzuschuss – in diesen Aspekten wird Wehlend in naher Zukunft tätig werden, wie er selbst sagt, den „Verein inside kennenlernen“ steht im Vordergrund. Demütig und sachlich ging Wehlend auf der Pressekonferenz zu Werke – es war ein vielversprechender Auftakt, dem nun allerdings Taten folgen müssen, damit es wie, Wehlend sagt, vielleicht irgendwann wieder für Dynamo durch Europa geht.