Thomas Bröker von Dynamo Dresden gegen Clement Halet vom 1. FC Saarbrücken

2006 trafen sich FCS und SGD noch in der 2. Bundesliga. ©Imago images/Image Labz

Aufsteiger empfängt Absteiger heißt es am Samstag, wenn der 1. FC Saarbrücken Dynamo Dresden empfängt. Nach acht Spieltagen steht der aus der Regionalliga gekommene FCS aber sechs Plätze besser da, als die aus der 2. Bundesliga gekommene SGD. Ein Auswärtssieg könnte die Lücke schließen.

1. FC Saarbrücken: Rotiert Kwasniok zurück?

Nach dem 0:1 gegen Uerdingen waren die gestiegenen Erwartungshaltungen ein großes Thema beim 1. FC Saarbrücken gewesen, der sich weiter nur auf den Klassenerhalt konzentrieren will. Gegen Duisburg eroberten die Saarländer aber erst einmal mit einem turbulenten Schlussspurt die Tabellenführung zurück.

Dabei hatte Trainer Lukas Kwasniok mehrfach umgestellt. Bone Uaferro kam z.B. im Abwehrzentrum, Marin Sverko ging dafür nach links, wo Mario Müller eine Position vorrückte. Kianz Froese durfte im offensiven Mittelfeld ran, wo Tim Golley weiter ausfiel und wohl auch gegen Dynamo noch fraglich ist. Die Leistungen geben keinen Anlass, diese Änderungen rückgängig zu machen. Dennoch ist es nicht unwahrscheinlich, dass zumindest Mario Müller und Marin Sverko auf ihre angestammten Positionen zurückkehren, Uaferro also wieder auf die Bank rückt.

Der 28-Jährige machte eine solide Partie an der Seite, konnte aber auch nicht dafür sorgen, dass der FCS erstmals seit dem 3. Spieltag die Null hielt. Mit einer Offensive, die mit 15 Toren den Liga-Bestwert stellt, kann sich der Aufsteiger aber ab und an ein Gegentor erlauben.

Dynamo Dresden: Hat der Angriff sich gefunden?

Dynamo Dresden war für die Meisten vor der Saison das Spitzenteam der Liga. Trainer Markus Kauczinski schob diese Rolle aber nun in der PK vor dem Spiel erst einmal dem Tabellenführer aus Saarbrücken zu. Sein Team konnte zumindest vom Ergebnis her am letzten Wochenende den hohen Ansprüchen gerecht werden und siegt erstmals mit mehr als einem Tor Vorsprung.

Beim 3:0 gegen Meppen wurden erstmals die Stürmer Philipp Hosiner und Christoph Daferner gemeinsam aufgeboten, wobei Letzterer auf den Flügel ging. Die Angriffsreihe komplettierte Ransford Königsdörffer. Da alle drei mindestens eine Torbeteiligung schafften, dürften der Angriff wie auch das Mittelfeld unverändert bleiben.

In der Abwehr ist Max Kulke rechts nach abgesessener Sperre wieder eine Option, könnte Notlösung Kevin Ehlers wieder verdrängen, da Robin Becker ebenso wie Linksverteidiger Chris Löwe weiter ausfällt. Um die Defensive macht man sich in Sachsen aber ohnehin wenig Sorgen, hielt man doch schon viermal die Null und kassierte die wenigsten Tore der Liga. So fallen bei SGD-Partien im Schnitt unter zwei Tore.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf MDR & SWR (Anstoß: Samstag, 14 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18 Uhr in der ARD Sportschau.

Tipp & Quoten zum Spiel

Dynamo hat sich gefangen, findet langsam auch den Schlüssel zum Offensivspiel. Der FCS steht zwar verdient oben, war jedoch am Mittwoch defensiv erneut anfällig. Gegen das Bollwerk der SGD könnte es zudem vorne ähnlich schwer werden, wie gegen Uerdingen: Dynamo entführt die Punkte. »Jetzt mit 11.00-Quote (statt regulär 2.75) bei bet-at-home auf Dynamo-Sieg wetten!