Philipp Hosiner bei Dynamo Dresden

In Form: Philipp Hosiner traf in den letzten sechs Spielen dreimal und lieferte vier Assists. ©Imago images/Dennis Hetzschold

Duell der Gegensätze: Während Dynamo Dresden an der Tabellenspitze überwinterte und ein „gutes Gefühl“, so Angreifer Pascal Sohm, aus dem jüngsten Testspiel gegen den FK Jablonec nahm, ist beim kommenden Gegner die Zukunft aufgrund des Ausstiegs von Investor Hasan Kivran ungewiss. Kann Türkgücü die Unruhen ausblenden oder setzt Dynamo seine Positiv-Serie fort?

Türkgücü München: Kopfsache?

Bei Türkgücü ging es um nichts geringeres als „den Fortbestand des Vereins zu sichern“, wie es nach Bekanntwerden des Ausstiegs von Hasan Kivran in einem Vereinsstatement hieß. Die Aufmerksamkeit liegt ganz klar neben dem Platz, wobei es eine Rolle rückwärts gibt: Kivran macht laut Angaben des Vereins nun doch weiter. Die Frage ist: Drängte die unklare Situation beim Aufsteiger auch in die Köpfe der Spieler?

Bisher bewahrte sich der Aufsteiger nämlich eine gewisse Unbekümmerheit, die ihn in einer guten Hinrunde bis auf Rang acht spülte. Nach zwischenzeitlich drei Niederlagen in Folge gewann Türkgücü die letzten beiden Partien 2020 und fand beim 4:1 in Meppen dabei die Offensivstärke wieder.

Um diese vollends ausspielen zu können, braucht es Petar Sliskovic und Sercan Sararer. Der Knipser traf bereits elfmal, Sararer legte der kompletten Mannschaft elf von 25 Toren vor. Wenn es gegen Dynamo geht, können die Leistungsträger mitwirken, überhaupt gibt es wenige Verletzungssorgen in der bayerischen Landeshauptstadt.

Eine Chance, zuzuschlagen, ergibt sich womöglich direkt zu Spielbeginn. Sechsmal trafen Sliskovic und Co. bereits in der Anfangsviertelstunde. Dynamo startet angesichts eines Torverhältnisses von 2-4 in diesem Zeitraum verhalten.

Dynamo Dresden: Rundum sorglos

Durch den 2:1-Testspielsieg gegen Jablonec dürfte das Selbstvertrauen der SGD nicht kleiner geworden sein. Dynamo nutzte die Vorbereitungspartie auch, um Talenten wie Simon Gollnack Einsatzzeiten zu geben – ein rundum gelungenes Unterfangen.

Der guten Stimmung an der Elbe tat die Vorstellung des neuen kaufmännischen Geschäftsführers Jürgen Wehlend keinen Abbruch, eher sorgte sie für Aufbruchstimmung. Angesichts der Tatsache, dass Dynamo an der Tabellenspitze steht und auch ohne Leitungsträger wie die verletzten Marco Hartmann und Sebastian Mai bestehen kann, könnte die Ausgangssituation nicht besser sein, die mittlerweile acht Spiele andauernde Serie ohne Niederlage fortzusetzen.

Zuletzt gegen Viktoria Köln konnte Dynamo auch ein zweimaliger Rückstand nicht niederringen. Das liegt auch an den Optionen in der Offensive: So kam gegen die Viktoria Pascal Sohm mit seinen zwei Toren endgültig in der Saison an.

Erstaunlich ist eine Kennzahl der Defensive: Nur vier Tore kassiert Dynamo Dresden zwischen der 46. und der 90. Minute – ligaweit der niedrigste Wert für die allgemein beste Defensive der Liga. Auch auswärts weiß Dynamo angesichts von sechs siegen in neun Partien auf Reisen und damit Platz eins in der Auswärtstabelle zu überzeugen.

Verzichten muss die SGD neben Marco Hartmann, Chris Löwe, Sebastian Mai und Luka Stor auch auf Patrick Weihrauch, der mit Sprunggelenksproblemen ausfällt. Für ihn könnte Marvin Stefaniak beginnen. Auch Pascal Sohm als hängende Spitze wäre eine Option.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Magenta Sport (Anstoß: Montag, 19 Uhr), Kommentar: Franz Büchner, Moderation: Sascha Bandermann

Tipp & Quoten zum Spiel

Bei Dynamo stimmt die Form. Die Mannschaft von Markus Kauczinski ist auch auswärts stabil und kann bei Türkgücü einen „Dreier“ einfahren. » Jetzt mit bwin Joker ohne Risiko auf Dynamo Dresden tippen!