Waldhof Mannheim: Ferati wird immer wichtiger

Mittelfeldspieler macht den nächsten Schritt

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 28.09.2020 | 09:39
Arianit Ferati gegen Viktoria Köln.

Arianit Ferati ist im offensiven Mittelfeld von Waldhof Mannheim gesetzt. ©imago images/foto2press

Mit zwei Unentschieden ist Waldhof Mannheim zwar punktetechnisch nicht ganz so stark aus dem Startblock gekommen, jeweils ein Remis gegen die beiden Aufstiegskandidaten Viktoria Köln und Dynamo Dresden hätte man im Vorfeld in der Quadratestadt aber wohl unterschrieben.

So lässt sich in einem ersten, kurzen Zwischenfazit nicht leugnen, dass sich der Waldhof bei seinem Umbruch auf einem guten Weg befindet. Zur Erinnerung: Neben dem Trainerwechsel von Bernhard Trares zu Patrick Glöckner mussten auch zahlreiche Stammspieler ersetzt werden. Neben den Neuzugängen lastet somit auch Druck auf den arrivierten Kräften, diese Lücken zu füllen. Arianit Ferati fällt in die zweite Kategorie und der 23-Jährige lieferte bislang.

Ansteigende Formkurve bestätigt

Gegen die Viktoria emsiger Antreiber im offensiven Mittelfeld und Torschütze des zwischenzeitlichen 1:0, legte er gegen Dynamo nach. Dort bereitete er den Treffer von Max Christiansen vor, schickte seinen Mitspieler mit einem exakt getimten Steckpass auf die Reise und damit zur Führung.

Der Linksfuß bestätigt damit auch die Entwicklung, die bereits in der Vorsaison zu beobachten war. Da pendelte er lange zwischen Bank und Stammelf, konnte sich erst nach dem Re-Start endgültig durchbeißen und stand in neun der letzten zehn Partien in der Startformation.

Auch gegen Türkgücü für Umschaltmomente eingeplant

Da Dorian Diring (Knorpelschaden) noch fehlt, Mohamed Gouaida nicht am 23-Jährigen vorbeikommt und dieser mit zwei direkten Torbeteiligungen bereits die Hälfte seiner Vorjahresausbeute geknackt hat – was wiederum für seine Formstärke spricht – darf er auch am kommenden Wochenende gegen Türkgücü München in der Startelf erwartet werden.

Gegen den Aufsteiger, der bislang äußerst mutig auftritt, wird es aus Waldhof-Sicht erneut auf das zielstrebige Ausspielen von Umschaltmomenten ankommen. Mit seinem bereits angesprochenen Pass auf Christiansen bewies Ferati, dass er genau das beherrscht. Den Mut, den Glöckner bei seiner Mannschaft in Dresden in solchen Momenten gesehen hat und anschließend ausdrücklich lobte, wird es auch im Heimspiel am kommenden Samstag brauchen.