Waldhof Mannheim: Flop11 der letzten 25 Jahre

Roembiak, Tsvetanov & Co.

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 23.05.2020 | 07:30

Levent Cetin bei Waldhof Mannheim

Levent Cetin hat die Chance zum Held zu werden verpasst. ©Imago images/Osnapix

Die von uns zusammengestellte Top11 der letzten 25 Jahre von Waldhof Mannheim kennt Ihr bereits – mitunter sogar interessanter ist aber ein Blick, welche Spieler trotz hoher Erwartungen nicht zündeten. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, eine Flop11 der Vereine zu erstellen.

Als Zeitraum sind wieder die letzten 25 Jahre maßgeblich. Zur Erinnerung: In der Redaktion liegt der Altersschnitt bei Mitte 30, daher können wir die Ereignisse des letzten Vierteljahrhunderts gut bewerten. Heute nehmen wir uns die Flop11 von Waldhof Mannheim vor.

Tor & Abwehr

Wäre die Geschichte etwas anders verlaufen, könnte Levent Cetin jetzt einen Ehrenplatz in der Geschichte des Waldhof einnehmen. Stattdessen ist der Keeper, der in zwei Jahren Mannheim nur vier Spiele bestritt eine tragische Figur: Zwei seiner Partien waren nämlich die unglücklichen Relegationsspiele gegen Lotte 2016.

Stammkeeper Markus Scholz war verletzt, dem jungen Dennis Broll traute man die nervenaufreibenden Spiele nicht zu. So kam Cetin zum Einsatz, konnte am 0:2 im Rückspiel nichts ändern, aber es bleibt die Frage: Was wäre gewesen...?

In der Flop-Defensive positionieren wir Jesse Weipert: Mit viel Vorschusslorbeeren aus der Jugend von Hoffenheim und zehn Einsätzen für die VfB Stuttgart U23 im Gepäck blieb er 2017/18 ohne Einsatz und zog weiter in die Oberliga.

Cüneyt Kocabicak brachte es in zwei Jahren SVW nur auf sieben Spiele, startete danach aber in der Türkei durch. Als dritten Verteidiger führen wir Tsanko Tsvetanov ins Feld: Der Bulgare hatte 1995 schon beim Waldhof unterschrieben, als er davon ausging, die Mannheimer würden in die Bundesliga aufsteigen.

Stattdessen musste er mit der 2. Liga vorlieb nehmen. Der WM-Dritte von 1994 kam durch Verletzungen dann auch dort nur zu 17 Einsätzen und war nach einem Jahr wieder weg. 2012 schrieb er als Trainer in seiner Heimat kurios Geschichte, als sein Klub Etar Veliko Tarnovo ihn gleich dreimal in einer Saison feuerte.

Mittelfeld

Im Mittelfeld hat sich Bastian Müller nach nur drei Einsätzen in der Saison 2016/17 einen Platz "verdient". Außerdem entscheiden wir uns für Lodewijk Roembiak. Der niederländische Wandervogel war im Winter 2001 von Werder Bremen zum damaligen Zweitligisten verliehen worden. Statt die entscheidenden Prozente zum Aufstieg beizutragen, blieb es für den zu Übergewicht neigenden Flügelspieler bei drei Einwechslungen und letztlich Platz vier.

Yusuf Emre Kasal wurde im Winter 2014 zwar fest verpflichtet, hatte jedoch eine ebenso kurze Amtszeit am Alsenweg. Elf wenig überzeugende Auftritte später war er im Sommer wieder weg.

Manch einer ahnte schon einen Coup, als der Waldhof 2014 den klangvollen Namen Hector Ivan Robinson Lara präsentierte. Der Panamer war in heimlich durchgeführten Sichtungsspielen für gut befunden worden. Gut genug war er dann nur für die zweite Mannschaft.

Ähnlich lief es bei Saifeddine Alami, oder S. Alami, wie er gerne genannt wurde. Trainer Kenan Kocak schwärmte vom Absolventen der Nike Academy, der dann aber erst keine Spielgenehmigung bekam, sich anschließend verletzte und nach der Saison weiter zog. Später sorgte er allerdings mit Paris FC in Frankreichs zweiter Liga für Furore.

Angriff

Stürmer sollen Tore schießen, das gelang unseren beiden Kandidaten beim Waldhof aber nicht. Antonyos Celik durfte 2015 zu Saisonbeginn noch in der Startelf stehen, landete aber schnell auf der Tribüne. Uwe Hartenberger hatte als Rückkehrer aus England 1995 einige Erwartungen geschürt, löste diese aber mit nur einem Treffer und acht Spielen in zwei Jahren in der Quadratestadt nicht ein.

Die Flop11 von Waldhof Mannheim auf einen Blick:

Levent Cetin - Jesse Weipert, Cüneyt Kocabicak, Tsanko Tsvetanov - Bastian Müller, Lodewijk Roembiak, Hector Ivan Robinson Lara, Saiffedine Alami, Yusuf Emre Kasal - Antonyos Celik, Uwe Hartenberger