Waldhof Mannheim: Keine Rotation gegen Lübeck

Glöckner & Ferati loben die Fitness

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 26.11.2020 | 09:13
Arianit Ferati gegen Duisburg-

Arianit Ferati sieht Waldhof Mannheim in der Lage, auf Rotation zu verzichten. ©imago images/foto2press

Belastungssteuerung gehört in einer englischen Woche bekanntlich zu den Lieblingswörtern der meisten Trainer. Nicht selten fallen die personellen Änderungen im Vergleich zum letzten Spiel etwas üppiger aus, um die Belastung durch den engen Spielplan gleichmäßig auf den Kader zu verteilen.

Bei Waldhof Mannheim will Trainer Patrick Glöckner davon aber wenig wissen. „Die Jungs sind alle Profis. Wir sind fit und können drei Partien in einer Woche absolvieren“, gibt er im Kicker (Ausgabe vom 26.11.2020) einen kleinen Einblick in seine Planungen für den Samstag, wenn der Waldhof auswärts beim VfB Lübeck gefordert sein wird.

Bereits gegen den MSV nur zwei Wechsel

Dass diese Ansage des Coaches durchaus ernst zu nehmen ist, beweist seine Startaufstellung gegen Duisburg. Dort nahm Glöckner lediglich zwei Veränderungen im Vergleich zum Auswärtsspiel in Zwickau am Wochenende vor, Gerrit Gohlke und Joseph Boyamba begannen statt Marcel Hofrath und Rafael Garcia gegen die „Zebras“.

Ein weiteres Indiz, wie groß das Vertrauen Glöckners in die Physis seiner Spieler ist: Gegen Duisburg machte er nur von zwei seiner drei Wechseloptionen Gebrauch, nahm den ersten personellen Tausch erst nach rund 70 Spielminuten vor.

Ganz ohne Risiko ist dieses Vorgehen zwar nicht, schließlich ist der Spielplan in dieser Saison herausfordernder denn je, bietet allerdings auch einen Vorteil: Mannheim ist so in der Lage, in jeder Partie eine eingespielte Mannschaft auf den Platz zu schicken, in der jeder Spieler mit den Abläufen vertraut ist. Ob die hohe Belastung allerdings körperlich und mental Opfer fordert, bleibt abzuwarten.

über die Fitness des SVW-Kaders
„ Bei uns könnte jeder immer durchspielen und Gas geben. ”
Arianit Ferati

Gegen Lübeck sind daher wenn überhaupt marginale Änderungen zu erwarten. Denkbär wäre, dass Hofrath und Garcia wieder in die Startelf rücken, in Stein gemeißelt ist die „Rolle rückwärts“ allerdings nicht. Mitgetragen wird Glöckners Entscheidung, auf die Fitness seiner Mannschaft zu vertrauen, offenbar auch von den Spielern.

„Bei uns könnte jeder immer durchspielen und Gas geben“, ist Arianit Ferati überzeugt. Dass beim Doppeltorschützen vom Dienstag – seine Scorerpunkte Nummer sieben und acht in dieser Spielzeit – Selbstvertrauen da ist, dürfte derweil nicht überraschen. Ob sich der Verzicht auf die Rotation gegen den Aufsteiger auch auszahlt, wird sich dann am Samstag zeigen.