Waldhof Mannheim: Stehaufmännchen Sulejmani

Keine Sorgen trotz Vertragsende im Sommer

Valmir Sulejmani (r.) behauptet den Ball gegen Münchens Dennis Dressel.

Auch eine lange Verletzungspause konnte Valmir Sulejmani (r.) nicht stoppen. ©imago images/Nordphoto

Jeden Sommer laufen zahlreiche Verträge aus, natürlich auch in der 3. Liga. Bisher konnten sich die meisten Spieler sicher sein, schnell einen neuen Klub zu finden. Diese Zeit ist – vor dem Hintergrund von Corona und der damit verbundenen wirtschaftlichen Schieflage an einigen Drittliga-Standorten – erstmal vorbei.

Doch es gibt Spieler, die sich trotz Vertragsende 2020 keine Sorgen um einen neuen Arbeitsplatz machen müssen. Liga-Drei.de stellt sie vor. Heute widmen wir uns Valmir Sulejmani, der für Waldhof Mannheim auf Torejagd geht.

Durchbruch im dritten Anlauf

Als Liga-Drei.de den rasanten Auftritt des agilen Mannheimer Mittelstürmers im Match gegen Eintracht Frankfurt in der ersten Runde des DFB-Pokal mit einem Chapeau, Valmir Sulejmani würdigte, konnte niemand ahnen, dass nur zwei Wochen später das Fußballjahr für Valmir Sulejmani bereits zu Ende sein würde.

Denn vor lauter Kraft und voller Selbstvertrauen nur so strotzend war er schließlich mit vier Liga-Treffern und diesen beiden Pokal-Toren gegen den Europa-League-Halbfinalisten großartig in diese Spielzeit gestartet. Eine Karriere voller Irrungen, Wirrungen und harten Brüchen bei Hannover 96 und Union Berlin schien im Kreis der neuen Waldhof-Buben endlich auch im Profifußball stabil Fahrt aufzunehmen.

Rückschlag im Derby

Auch am 1. September 2019 auf dem Betzenberg zu Kaiserslautern hatte alles noch perfekt begonnen für Sulejmani. Die 1:0-Führung war wieder einmal seiner Assistenz entsprungen. Geschickt hatte er sich am rechten Flügel durchgesetzt und dann punktgenau in die Sprintbahn seines Teamkollegen Korte geflankt.

Doch dann, eine knappe halbe Stunde war absolviert, riss bei Sulejmani das Syndesmoseband des linken Sprunggelenks und damit brach die Fußballwelt des Spielers schon wieder zusammen. Wieder einmal eine lange Pause, wieder einmal ein großer Rückschlag. Ausgerechnet jetzt, wo die Sterne am Fußballhimmel zum Greifen nahe schienen.

Hannover ließ ihn „brutal fallen“

Erst fünf Monate später, im Februar dieses neuen Jahres, hat Sulejmani seinen fünften Ligatreffer erzielen und seine Rückkehr in den Kreis der Mannheimer Leistungsträger feiern können. Bis zum Spielzeitbreak vor knapp zwei Wochen agierte er schon wieder so auffällig präsent, als sei er niemals ausgefallen. Mehr noch: Als sei er, schließlich soeben erst 24 Jahre jung geworden, diesmal in neuer Stärke zurückgekehrt.

Bei Hannover 96, so berichtete Dieter Schatzschneider einmal gegenüber Liga-Drei.de, sei Sulejmani „brutal fallengelassen“ worden. Seine Begründung: „Wenn erst einer sagt: Der schafft’s nicht, dann wird das häufig einfach vom Nächsten übernommen. Da hat dann einer wie Sulejmani seinen Stempel weg.“

Dass der Zwang des Sparens ausgerechnet noch einmal Sulejmani treffen könnte, ist nicht zu befürchten. 14 Ligaspiele mit fünf Treffern und vier Assists sind zwar eine eher unspektakuläre Realität, doch in diesem speziellen Fall kein Makel. Wohl auch dann nicht, wenn in dieser Spielzeit kein Drittliga-Match mehr stattfinden würde…

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