Wehen Wiesbaden: Im Angriff darf nichts passieren

Dünne Personaldecke nach langer Pause für Wurtz

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 12.11.2020 | 08:50
Phillip Tietz im Heimspiel gegen die Bayern U23.

Phillip Tietz ist auf absehbare Zeit der einzig fitte Mittelstürmer im SVWW-Kader. ©imago images/Revierfoto

Für den SV Wehen Wiesbaden kommt es derzeit knüppeldick. In den letzten beiden Partien kassierte der Absteiger jeweils vier Gegentore und blieb ohne Punkte, nun muss er auch noch länger auf Sebastian Wurtz passieren. Der Angreifer – mit vier Treffern erfolgreichster Torjäger des SVWW, wurde nach einen Sehnenverletzung operiert.

Die Ausfalldauer, welche sein Klub am Mittwoch Abend kommunizierte: Rund zehn Wochen, Wurtz wird somit voraussichtlich erst Ende Januar wieder eine Option für Coach Rüdiger Rehm darstellen. Im Sturmzentrum wird diesem somit in den kommenden zweieinhalb Monaten in Person von Phillip Tietz lediglich ein gelernten Mittelstürmer zur Verfügung stehen.

Happiges Programm wartet

Der Spielplan ist in dieser Saison bekanntlich besonders eng getaktet, beginnend mit dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau am kommenden Samstag stehen für den SVWW bis Ende Januar zwölf Liga-Spiele auf dem Programm. Hinzu kommt die zweite Runde des DFB-Pokals, zwei Tage vor Weihnachten treffen die Hessen dort auf Jahn Regensburg.

Da zudem die Weihnachtspause extrem kurz ausfällt – knapp zwei Wochen – und so kaum Zeit zur Regeneration bleibt, dürfte Rehm den Atem anhalten, dass Tietz das üppige Programm unbeschadet übersteht. Da Stefan Aigner ein reduziertes Training aufgenommen hat, könnte der Routinier zeitnah wieder eine Alternative darstellen und ob seiner Qualitäten als Offensiv-Allrounder für Entlastung sorgen.

Korte eine weitere Option im Zentrum

Eine weitere Option bietet sich unterdessen mit Gianluca Korte an. Im Vorjahr bei Waldhof Mannheim bereits neben Torjägerqualitäten (neun Tore) auch durch seine Flexibilität aufgefallen, kann der von Rehm bislang im linken und offensiven Mittelfeld aufgebotene Linksfuß auch als Sturmspitze agieren.

Mit Blick auf das erwähnte Mammutprogramm bietet das Duo somit durchaus Möglichkeiten für Rehm, seinen letzten verbliebenden Mittelstürmer zwischenzeitlich auch Ruhepausen zu gönnen. Gegen Zwickau dürfte Tietz aber wieder das Sturmzentrum bekleiden, Korte hingegen eine Position dahinter die Fäden ziehen.