1. FC Kaiserslautern: Das machen die Abgänge heute

Zweimal Magdeburg, zweimal Wiesbaden und viele andere Vereine

Sebastian Anderssons Treffer konnten den Lauterer Abstieg auch nicht verhindern.

Hatte mit zwölf Saisontoren eine starke Ausbeute für einen Absteiger: Sebastian Andersson. ©Imago/foto2press

Für den 1. FC Kaiserslautern stand nach der Saison 2017/18 eine neue Zeitrechnung an. Es galt, den ersten Drittliga-Abstieg in der  Lauterer Fußball-Historie zu verkraften. Dieser Abstieg brachte reichlich personelle Änderungen mit sich: Rund zwei Dutzend Spieler haben den Verein verlassen, damit man in der Pfalz den Reset-Knopf drücken konnte.

Wo die zahlreichen Abgänge alle hin sind und vor allem wie sie sich bei ihren neuen Vereinen machen, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Sebastian Andersson
Ganze zwölf Tore und vier Vorlagen gingen auf das Konto des Schweden und brachten ihn so zum 1. FC Union Berlin. Dort traf er in elf Spielen viermal und hat sich im Sturmzentrum durchgesetzt. Auch der wieder zurückgekehrte Sebastian Polter konnte Andersson bisher nicht aus der Startelf verdrängen.

Christoph Moritz
Christoph Moritz galt als Wunschspieler von Christian Titz und wurde darauf hin zum HSV gelotst. Dort konnte sich der zentrale Mittelfeldspieler aber nicht durchsetzen und kam lediglich zu einem Einsatz von Beginn an sowie fünf Einwechslungen. Mittlerweile ist Trainer Titz in Hamburg Geschichte und ob sich Moritz‘ Perspektive unter dem neuen Trainer Hannes Wolf verbessern wird, bleibt abzuwarten. Aktuell ist für den 28-Jährigen kein Vorbeikommen am formstarken Orel Mangala.

Stipe Vucur
Der Verteidiger, der in der Abstiegssaison noch jedes Liga-Spiel absolvierte, entschied sich diesen Sommer für einen Wechsel zu Hajduk Split. Als Stammspieler bestritt der 26-Jährige nicht nur zehn Spiele in der Liga, sondern auch drei Spiele in der Europa League-Qualifikation.

Philipp Mwene
Für den Österreicher ging es nach dem Abstieg sogar eine Liga höher. Der 24-Jährige hat sich dem FSV Mainz 05 angeschlossen, ist dort regelmäßig im Bundesligakader und kam auf der rechten Seite auch schon fünfmal zum Einsatz – zweimal davon von Anfang an.

Benjamin Kessel
Der Verteidiger der letzte Saison in 23 Startelfeinsätzen zu meist auf der rechten Seite zum Einsatz kam, ging nach dem Abstieg sogar noch eine weitere Liga tiefer und wechselte in die Regionalliga Südwest zum 1. FC Saarbrücken. Dort fand er sich nach sieben Startelfeinsätzen auf der Bank wieder und kam daraufhin nur noch zu drei weiteren Einwechslungen und muss weiter hinten anstehen.

Osayamen Osawe
Den Stürmer hielt es in der Zweiten Liga. Im Sommer entschied er sich für einen Wechsel nach Ingolstadt. Beim FC wird er regelmäßig eingesetzt, doch ein Tor konnte der 25jährige Nigerianer noch nicht erzielen. Lediglich zu zwei Vorlagen hat es bisher gereicht.

Nils Seufert
Der 21-Jährige gehörte in der Abstiegssaison zu den eher wenigen positiven Überraschungen. Nach seinem anfänglichen Reservisten-Dasein konnte sich Seufert im zentralen Mittelfeld durchsetzen und empfahl sich so für einen Wechsel innerhalb der Liga. Bei Arminia Bielefeld machte er bisher zehn Liga-Spiele von Beginn an, in denen er eine Torvorlage gegeben hat.

Manfred Osei Kwadwo
Als Stammkraft der Hinrunde kam Kwadwo in der letzten Rückrunde kaum noch zu Einsatzzeiten beim FCK. Dennoch fand er mit dem 1. FC Magdeburg einen neuen Arbeitgeber in Liga zwei. Dort kam er aber erst zu einem Kurzeinsatz am elften Spieltag.

Brandon Borrello
Der Australier nahm 2017/18 mit fortschreitender Saison immer mehr Fahrt auf, ehe er sich im April das Kreuzband gerissen hat. Einen Wechsel zu Erstligist SC Freiburg verhinderte es trotzdem nicht, da die Freiburger sich bereits vorher mit dem Spieler über einen Wechsel einig waren. An der Verletzung laboriert Borrello zurzeit immer noch.

Nicklas Shipnoski
Immerhin zu acht Einsätzen reichte es für Shipnoski letzte Saison. Dieses Jahr tritt der 20-Jährige für den SV Wehen Wiesbaden an. Dabei kam er in zehn Liga-Spielen zum Zuge und sorgte für zwei Tore sowie eine Vorlage.

Marcel Correia
Der in Kaiserslautern geborene Innenverteidiger konnte auch aufgrund zweier Verletzung nicht so wirklich Fuß fassen letzte Saison. Seit seinem Wechsel zu Jahn Regensburg ist er Stammspieler musste aber auch schon dreimal wegen muskulärer Probleme passen. Seine Bilanz: sieben Spiele, ein Tor.

Kacper Przybylko
Nahezu die gesamte Saison legte den Stürmer eine Fußverletzung lahm. Nach einiger Suche schloss er sich Mitte September Philadelphia Union an. Zu einem Einsatz kam er aber noch nicht.

Gervane Kastaneer
Die Verpflichtung des Offensivspielers letzte Saison bewies sich im Nachhinein als Fehlinvestition. Er konnte nicht die Torgefahr versprühen, die man sich von ihm erhoffte und kam daher nur auf zehn Einsätze. Zurück in der niederländische Eredivisie hat er in sieben Einsätzen auch noch nicht seine Torgefahr gefunden und nur einen Treffer erzielt.

Patrick Ziegler
Den Verteidiger zog es über den großen Teich nach Australien. In der dort noch jungen Saison gehörte er an den ersten zwei Spieltagen noch nicht zum Kader von Western Sydney, bestritt aber bereits zwei Pokalspiele für seinen neuen Klub.

Giuliano Modica
Der Reservist entschied sich wie Shipnoski für einen Wechsel zu Wehen Wiesbaden. Zwei Einsätzen über 90 Minuten an den ersten fünf Spieltagen folgten hartnäckige Rückenprobleme, die ihn noch nicht auf einen weiteren Einsatz kommen ließen.

Torben Müsel
Der 19-Jährige fand in der Hinrunde den Weg in die Profi-Mannschaft, wurde in der Rückrunde aber wieder bei der U19 eingesetzt. Seit dieser Saison versucht Müsel sein Glück bei Borussia Mönchengladbach, wo er zu 13 Einsätzen (vier Tore, eine Vorlage) bei der zweiten Mannschaft gekommen ist.

Joel Abu Hanna
Der 20-Jährige sucht nach seiner durchwachsenen Saison seit diesem Sommer sein Glück in Magdeburg. Doch wirklich gefunden hat er es dort noch nicht. Bisher kam er noch zu keinem Einsatz und stand auch nur zweimal im Kader. Seit Kurzem leidet er an einer Adduktorenverletzung.

Daniel Halfar
Seitdem der Vertrag des 30-Jährigen ausgelaufen ist, ist er immer noch auf Vereinssuche.

Halil Altintop
Der ehemalige türkische Nationalspieler hat im Sommer seine Karriere beendet.

David Tomic
Nur dreimal gehörte der Offensivspieler in der Saison 2017/18 dem Zweitligakader der Lauterer an. Eingesetzt wurde er dabei nicht. Nach dem Abstieg ging es für ihn zur zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart, bei der er in der Regionalliga Südwest 15 Mal zum Einsatz kam. Fünf Tore und zwei Assists gelangen Tomic dabei.

Leon Guwara
Nachdem seine Leihe beendet war, kehrte Guwara zurück zu Werder Bremen, von wo aus es für ihn direkt nach Utrecht weiterging – diesmal aber als feste Verpflichtung. Beim FC Utrecht hat sich der Linksverteidiger seinen Stammplatz erkämpft.

Marius Müller
Auch der Stammkeeper der letzten Saison war nur ausgeliehen. Daher ging es für Marius Müller diesen Sommer zurück zu RB Leipzig. Da ist er aber nur Keeper Nummer drei und darf bisher nur auf einen Einsatz in der Euro League Quali zurückblicken.

Ruben Jenssen
Der Leihspieler machte in der Rückrunde 14 Spiele für den FCK, danach ging es für ihn zurück zum FC Groningen, der ihn im Anschluss ablösefrei zum SK Brann Bergen nach Norwegen ziehen ließ, wo er schon neunmal zum Einsatz kam.

Jan-Ingwer Callsen-Bracker
Nach der Rückrunde als Stammspieler und dem darauffolgenden Ende des Leihvertrages musste Jan-Ingwer Callsen-Bracker zurück zum FC Augsburg. Dort spielt der 34-Jährige aktuell aber keine Rolle und fristet sein Reservisten-Dasein.

André Weis
Weis war schon letzte Saison als Ersatzkeeper zu Jahn Regensburg verliehen, wo er auf insgesamt sechs Partien kam. Nach Ende der Leihe ging der Keeper in diesem Sommer fix zum Jahn und hat auch 2018/19 den Status des zweiten Torhüters hinter Philipp Pentke inne.

Maximilian Dittgen
Der Mittelfeld-Mann war ebenfalls letzte Saison verliehen und lief in der Dritten Liga für Wehen Wiesbaden auf. Nach Lauterns Abstieg griffen die Hessen zu und verpflichteten Dittgen ablösefrei. Nach einem langwierigen Sehnenriss kam er erst am 13. Spieltag zu seiner ersten Einwechslung.

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