1. FC Kaiserslautern: Defensiv drückt der Schuh

Nur vier Teams kassierten noch mehr Gegentreffer

Dominik Schad könnte gegen Wehen Wiesbaden erneut Florian Dick aus der Viererkette verdrängen.

Ist für das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden mehr als nur eine Alternative: Rechtsverteidiger Dominik Schad. ©Imago/pmk

Mit großen Ambitionen in die 3. Liga gestartet, läuft der 1. FC Kaiserslautern diesen im Grunde genommen seit dem ersten Spieltag hinterher. Auf einem der anvisierten Aufstiegsplätze standen die Pfälzer noch nach keinem einzigen Spieltag, zuletzte setzte es gegen Cottbus und in Rostock zwei Niederlagen am Stück.

Aufsichtsratsvorsitzender Patrick Banf richtete in der Rheinpfalz (Ausgabe vom 21.11.2018) den Blick daher auch auf die unmittelbare Zukunft: „Es ist eine schwierige Phase, aber die nächsten zwei Spiele sind entscheidend. Da müssen wir punkten.“ Am Sonntag kommt Wehen Wiesbaden an den Betzenberg, am Freitag darauf muss der FCK nach Unterhaching.

Dämmt Frontzeck die Gegentorflut ein?

Mit Blick auf die Tabelle zwei brisante Spiele: Die Hessen liegen mit drei Zählern mehr auf dem Konto nur einen Platz vor den neuntplatzierten Lauterern, die Bayern haben bis dato vier Punkte mehr gesammelt und rangieren auf Platz sechs.

Will man sich nicht schon vor Weihnachten von den großen Ambitionen verabschieden, muss Trainer Michael Frontzeck seiner Mannschaft dringend defensive Stabilität verpassen. Mit 23 Gegentoren weist der FCK den fünftschlechtesten Wert aller 20 Drittliga-Klubs aus.

Vor allem die Besetzung der Doppelsechs bereitet Frontzeck Kopfzerbrechen. Jan Löhmannsröben, Gino Fechner und Mads Albaek stehen als gelernte defensive Mittelfeldspieler im Kader, ein dauerhaft funktionierendes Pärchen konnte der Trainer aus ihnen aber noch herausarbeiten.

Dick raus, Schad rein?

Dabei wäre es wichtig, in der Zentrale eine gewisse Kompaktheit an den Tag zu legen. Bislang blieben die „Roten Teufel“ aber lediglich in drei ihrer 15 Spiele ohne Gegentreffer. Auch Rechtsverteidiger Florian Dick, der im Sommer nach vier Jahren aus Bielefeld zurückkehrte und als erfahrener Stabilisator eingeplant war, funktioniert noch nicht.

In den acht Spielen mit dem Kapitän holte die Mannschaft acht Punkte, aus den sechs Partien ohne ihn beträgt die Ausbeute zwölf Zähler. Da Linksverteidiger Janek Sternberg seine Gelbsperre gegen Rostock abgebrummt hat und wieder spielberechtigt ist, ist es wahrscheinlich, dass Dominik Schad wieder rechts in die Viererkette rückt und Dick auf die Bank zurückkehrt.

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