1. FC Kaiserslautern: Stadionvorstellung

Das Fritz-Walter-Stadion im Detail

Fritz Walter Stadion am Betzenberg

Auf besondere Atmosphäre dürfen sich die Drittligisten am Betze freuen. ©Imago/Action Pictures

Zum ersten Mal überhaupt ist der 1. FC Kaiserslautern in die 3. Liga abgestiegen. Das hat Einschnitte zur Folge, im Budget und im Kader. Doch nicht alles ändert sich, unter den Konstanten bleibt das eigene Wohnzimmer: Der vierfache deutsche Meister kickt auch in der neuen Saison im Fritz-Walter-Stadion, das Klub-Legende Hans-Peter Briegel einst als „Denkmal“ bezeichnete.

Liga-Drei.de taucht in die Geschichte eines der berüchtigsten Fußball-Tempel des Landes ein und klärt außerdem, woher die Roten Teufel ihren Spitznamen haben.

Historie

Name: Fritz-Walter-Stadion (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 49.850 Plätze
Sitzplätze: 33.055 (komplett überdacht)
Stehplätze: 16.685 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: Unterhalb der Südtribüne (insgesamt 100 Plätze)
Gästeblock: 17.1 (rund 1.200 Stehplätze), 17.2, 17.3, 17.4, 18.1 (Osttribüne) (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Bis die Arena ihren Namen erhielt, der auf Klub-Ikone und Weltmeister Fritz Walter zurückgeht, war die Heimstätte unter dem Namen Betzenbergstadion bekannt. Hochgezogen wurde der Bau im Jahr 1919 – und damals war das erste Ergebnis längst noch kein Stadion, sondern vielmehr ein Sportplatz mit Holztribüne.

Bei der Einweihung und dem ersten Spiel des damals noch als FV Kaiserslautern spielenden Vereins im neuen zuhause – Gegner war Rheinkreismeister FC Pfalz Ludwigshafen – kamen 3.500 Zuschauer. Die Hausherren verloren mit 0:2.

Elf Jahre nach dem Bau zerlegte ein Orkan die Tribüne. Der Klub reagierte, baute neu und sorgte dabei durch den Einsatz von Beton für mehr Stabilität. Auch wuchs die Kapazität der Heimstätte der roten Teufel auf beachtliche 18.000 Zuschauer an.

Warum eigentlich rote Teufel? Dieser Name geht auf eine Idee Walters zurück, der nicht nur in Klub und Verein kickte, sondern auch beim Militär – während des Zweiten Weltkrieges für die Roten Jäger. Die rote Trikotfarbe dieser deutschen Soldaten-Truppe legte Walter auch beim FCK fest, als nach Kriegsende ein Neustart begann und auch der Betzenberg, vormals noch in französischer Hand, wieder dem FCK gehörte.

Die Bezeichnung „Teufel“ allerdings hatte bereits der „Kicker“ in den 1930-Jahren verwendet, als das Ensemble ob einer beachtlichen Serie gewonnener Spiele wie wild geworden über den Platz zu rennen schien und ihre Gegner nach Belieben zu beherrschen wusste. Erst aber die roten Trikots machten aus dem Team die roten Teufel.

Das Betzenbergstadion im alten Look 1973. ©Imago/Ferdi Hartung

Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgten dringend nötige Renovierungsarbeiten an der Heimstätte. Und Legende Walter brachte nach Kriegsende den Optimismus zurück, nicht nur durch den legendären Titel der DFB-Elf 1954, sondern für die Lauterer besonders durch die ersten beiden Meistertitel, die sich der Klub 1951 und 1953 sicherte.

Jedoch hatte nun der DFB Grund zum Meckern, denn die Heimstätte erwies sich nicht als das, was die Vorgaben verlangten. Die Quittung dafür: Die Endrunden-Heimspiele musste der FCK fortan und bis weit in die 1950er Jahre hinein an anderer Stelle austragen, nämlich in Ludwigshafen.

Es war nicht der einzige Konflikt mit dem DFB. Und das hätte dem FCK beinah seinen Startplatz in der ersten Bundesligasaison 1963/64 gekostet, denn sowohl die geforderte Flutlichtanlage als auch der Ausbau des Stadions auf 34.000 Zuschauerplätze setzten die Pfälzer nicht rechtzeitig um. Eine Ausnahmegenehmigung aber verhalf den roten Teufeln doch noch zur Teilnahme.

In den folgenden Jahren wuchs die Kapazität auf 38.000 Zuschauer im Jahre 1973. Dieses Jahr markierte zugleich den Beginn grundlegender Änderungen an der Heimstätte der Lauterer. Eine Tribüne mit Stahldach wurde auf der Nordseite errichtet. 1978 dann der nächste Schritt, eine moderne Flutlichtanlage ersetzte die alte. 1986 kamen eine Rasenheizung und zwei Anzeigetafeln dazu.

Nach weiteren Maßnahmen in den 1990er Jahren, etwa neuen Anzeigetafeln und einem Neubau der Nordtribüne, erhielt das Stadion bis zur Weltmeisterschaft 2006 seinen Feinschliff und schließlich seine gegenwärtige Optik, die sicherlich Spieler, Fans und Verantwortliche der Drittligisten gleichermaßen staunen lassen wird.

Die weiteren Stadien (Braunschweig folgt)
1860 München (Grünwalder Stadion)
Aalen (Ostalb-Arena)
Cottbus (Stadion der Freundschaft)
Großaspach (mechatronik Arena)
Halle (erdgas Sportpark)
Jena (Ernst-Abbe-Sportfeld)
Lotte (FRIMO-Stadion)
Karlsruhe (Wildpark)
Fortuna Köln (Südstadion)
Meppen (Hänsch-Arena)
Münster (Preußenstadion)
Osnabrück (Stadion an der Bremer Brücke)
Rostock (Ostsee-Stadion)
Unterhaching (Alpenbauer Sportpark)
Wehen Wiesbaden (BRITA-Arena)
Würzburg (Flyeralarm Arena)
Zwickau (Stadion Zwickau)

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