1. FC Kaiserslautern tritt auf der Stelle

Junge Mannschaft verspielt spät den Sieg

Sascha Hildmann als Trainer des 1. FC Kaiserslautern

Holte bisher drei Siege in acht Partien: FCK-Trainer Sascha Hildmann. ©Imago/Eibner

Der 1. FC Kaiserslautern kann nicht nachlegen: zuletzt im Oktober vergangenen Jahres feierten die Roten Teufel zwei Siege hintereinander. Am gestrigen Sonntag wäre ihnen das beinahe erneut geglückt, doch das Zwickauer Tor in der Nachspielzeit machte die Hoffnungen der Lauterer, wieder in die obere Tabellenhälfte zurückkehren zu können, zunichte.

Am Ende stand also ein 1:1-Unentschieden zu Buche, das Torschütze Christian Kühlwetter, der seinen ersten Treffer auf dem Betzenberg erzielte, nach dem Spiel bei MagentaSport als „dumm und unnötig“ bezeichnete und damit genau die Stimmung der Fans, die sich gegen den FSV mehr ausgerechnet hatten, widergab.

Der späte Knockout folgte nach einem Torwartfehler von Lennart Grill, es ist aber wohl kein Zufall, dass Kaiserslautern in dieser Saison bereits zwölf Gegentreffer in der Schlussviertelstunde kassierte: der dritthöchste Wert der Liga.

Defensiv-Statistiken verbessert

Allerdings rühren viele dieser Gegentore noch aus der Epsiode Frontzeck, unter Sascha Hildmann haben sich die Roten Teufel eigentlich defensiv gefangen. In fünf der acht Partien unter Hildmann hielt der FCK hinten die Null. Zum Vergleich: In den ersten 17 Partien gingen die Lauterer nur viermal ohne Gegentor vom Platz.

Allerdings war die Darbietung der Roten Teufel was die Offensive angeht einmal mehr verbesserungswürdig. Der Treffer zum 1:0 fiel quasi aus dem Nichts, zuvor konnte Kaiserslautern die stabile Defensive der Gäste nicht in Verlegenheit bringen. In der Folge scheiterten Sternberg und Co. an ihrer eigenen Chancenverwertung.

Fehlt die Erfahrung?

Diese machte es möglich, dass Zwickau doch noch den Ausgleichstreffer erzielte und zwar in letzter Sekunde, also wie im Hinspiel beim FSV. Ein mentales Problem? „Der Kopf ist im Spiel frei“, verneinte Kühlwetter nach der Partie. Möglicherweise liegen die späten Gegentore an fehlender Abgezockheit?

Mit im Schnitt 24 Jahren vertraute Sascha Hildmann wieder einem jungen Kader, dessen Altersschnitt Startelf-Debütant Antonio Jonjic, der eine gute Partie ablieferte, nochmal nach unten drückte. Der Gegner aus Zwickau hingegen war im Schnitt fünf Jahre älter und logischerweise auch erfahrener.

Diese Erfahrung können die jungen Roten Teufel noch nicht haben, sie im Gegensatz ja nur erlangen, wenn sie regelmäßig auf dem Platz stehen. An Spielern wie Carlo Sickinger, auf den Hildmann stets baut und der das Vertrauen einmal mehr zurückzahlte, ist jedenfalls zu sehen, wie gut die Entwicklung der Youngster ist, wenn sie regelmäßig Spielpraxis sammeln.

Schon Mitglied beim offiziellen 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!