1. FC Kaiserslautern: Zwischenbilanz der Neuzugänge 2018

Viel Mittelmaß

Janek Sternberg im Duell mit Mike Könnecke.

Kam aus Budapest und ist hinten links gesetzt: Janek Sternberg (r.). ©Imago/Picture Point LE

Nach dem Abstieg blieb beim 1. FC Kaiserslautern kaum ein Stein auf dem anderen. Der Kader wurde mächtig umgekrempelt, ganze 19 Spieler schlugen im Sommer neu auf dem Betzenberg auf. Dem Saisonziel hinkt der FCK trotzdem hinterher, die Pfälzer belegen nur Rang elf. Hier kommt unsere Bewertung der Neuzugänge.

Guter Griff:

Janek Sternberg
Der 26-Jährige kam von Ferencváros Budapest und spielte sich auf Anhieb als Linksverteidiger fest. Verpasste nur ein Spiel auf Grund einer Sperre, stand sonst immer in der Startelf. Defensiv überzeugend, darf in der Vorwärtsbewegung gerne noch mehr kommen. Wird den Jahresauftakt 2019 auf Grund einer Sperre verpassen.

Dominik Schad
Wurde aus Fürth geholt, wo er hauptsächlich für die zweite Mannschaft in der Regionalliga auflief. Verdrängte Routinier Florian Dick aus der Startelf und ist hinten rechts gesetzt. Könnte in der Offensive effektiver werden, kann noch keine Torbeteiligung vorweisen.

Christian Kühlwetter
Kam aus der zweiten Mannschaft des FCK und erlebte mit drei Toren in seinen ersten beiden Drittliga-Spielen einen Traum-Einstand. Überzeugte mit seiner Schnelligkeit und Einsatzbereitschaft. Unter Hildmann ist der gelernte Flügelstürmer in der Sturmspitze gesetzt.

Lukas Gottwalt
Wurde im September mit einem Profivertrag für seine gute Entwicklung belohnt. Nach fünf Spielen über die volle Distanz bremste ihn ein Muskelfaserriss aus, suchte danach seine Bestform. Der Innenverteidiger überzeugte vor allem in der eigenen Hälfte.

Kevin Kraus
Der Innenverteidiger kam aus Heidenheim und ist in der Viererkette gesetzt, stand nur in einer Partie nicht über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Überzeugte mit Einsatzwillen und Kampf, blieb dabei aber immer fair: Erst eine gelbe Karte steht in der Statistik.

Ausbaufähig:

Hendrick Zuck
Nach sechs Jahren in Freiburg und Braunschweig kehrte der Flügelstürmer an den Betzenberg zurück. Wie vielen seiner Mitspieler fehlte es auch ihm häufiger an Konstanz, konnte in 16 Einsätzen zwei Treffer erzielen und vier weitere vorbereiten.

Theodor Bergmann
Der 22-Jährige kam aus Erfurt und ließ sein Talent in 13 Einsätzen immer wieder aufblitzen. Traf zwei Mal und bereitete zwei weitere Treffer vor. Im Interview mit Liga-Drei.de lobte sein Ex-Trainer Norman Loose den offensiven Mittelfeldspieler vor allem für seine Führungsstärke.

Elias Huth
Der Angreifer war bis auf eine Ausnahme bislang nur Joker, wurde bei 15 seiner 16 Einsätze eingewechselt. Erzielte drei Treffer und deutete sein Potential dabei immer wieder an. Im letzten Spiel des Jahres ließ ihn Hildmann erstmals von Beginn an ran. Das könnte ein Fingerzeig für die Rückrunde sein.

Andre Hainault
Der Innenverteidiger kam aus Magdeburg und sollte mit seiner Erfahrung den jungen Mitspielern Halt geben. Das gelang ihm bislang nur bedingt. Stark ist der 44-fache kanadische Nationalspieler vor allem in der Luft.

Timmy Thiele
Der Angreifer kam mit der Empfehlung von elf Treffern aus 22 Drittliga-Einsätzen, die er vergangene Saison für Jena absolvierte. Kann noch nicht an diese Quote anknüpfen, obwohl er an allen 20 Spieltagen auf dem Feld stand. Erzielte bislang erst drei Treffer.

Wolfgang Hesl
Der Torhüter war als Nummer drei hinter Jan-Ole Sievers und Lennart Grill eingeplant, ist seit dem achten Spieltag allerdings die Nummer eins und mittlerweile auch Kapitän. Nicht immer souverän, trotzdem vertraut Hildmann wie sein Vorgänger Frontzeck auf die Erfahrung des 32-Jährigen.

Florian Dick
Kehrte nach vier Jahren aus Bielefeld zurück und war als Kapitän und Leitwolf eingeplant. Hat seinen Stammplatz hinten rechts an Dominik Schad verloren und musste sich zuletzt mit einem Bankplatz begnügen.

Jan Löhmannsröben im Gespräch mit dem Schiedsrichter.

Seit seiner Wutrede kennt ihn ganz Fußball-Deutschland: Jan Löhmannsröben. ©Imago/Picture Point

Jan Löhmannsröben
Genießt seit seiner Cornflakes-Wutrede nach dem Spiel in Zwickau Kultstatus. Bis zu einem Muskelfaserriss Anfang Dezember im defensiven Mittelfeld gesetzt und dort vor allem als Balleroberer auffällig. Hat im Spielaufbau noch Luft nach oben.

Christoph Hemlein
Der 28-Jährige ackert viel, belohnt sich dafür aber zu selten. Nach 19 Einsätzen, 14 davon in der Startelf, stehen erst zwei Treffer und eine Vorlage zu Buche. Ist auf beiden Flügeln einsetzbar, konnte sich aber noch nicht als unverzichtbar etablieren.

Julius Biada
Kam von Mitabsteiger Braunschweig an den Betzenberg. Fing gut an, baute dann aber schnell ab. Nach 13 Einsätzen kann er erst einen Treffer und einen Assist vorweisen.

Özgür Özdemir
Kam aus Großaspach und machte in seinen beiden ersten – und letzten – Einsätzen im August spielentscheidende Fehler. Nach zwei Bankplätzen schaffte er es nicht mehr in den Kader, verletzte sich zwischenzeitlich auch noch.

Florian Pick
Der 23-Jährige kehrte nach Ablauf seiner Leihe aus Magdeburg zurück. Bislang fehlte dem Linksaußen die Konstanz in seinen Auftritten, oftmals auch zu mutlos vor dem gegnerischen Tor. Dürfte sich ruhig mehr zutrauen.

Carlo Sickinger
Unter Frontzeck ohne Perspektive, bot Hildmann den defensiven Mittelfeldspieler in allen drei Spielen bis zur Winterpause auf. Präsentierte sich mutig auf dem Weg nach vorne und suchte auch selbst den Abschluss.

Nicht zu bewerten:

Flavius Botiseriu
Kam von der U19, auf Grund einer Knieverletzung aber noch ohne Einsatz.

Lukas Spalvis
War bereits vergangene Saison von Sporting Lissabon geliehen, wurde im Sommer fest verpflichtet. Sollte den FCK zurück in die 2. Liga schießen, fällt aber seit Anfang September mit einem Knorpelschaden aus.

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