FCK beantragt Insolvenzverfahren

Altlasten sollen abgebaut werden

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 15.06.2020 | 14:24

FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt.

Sieht keine Alternative zu einem Insolvenzverfahren: Soeren Oliver Voigt. ©imago images/Eibner

Update (17:03 Uhr):
Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag stellte sich neben Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt auch Dirk Eichelbaum, der als Generellbevollmächtigter bestellt wurde. Das Duo stellte dabei nochmal klar, dass eine Insolvenz alternativlos sei.

"Der Antrag auf die Insolvenz muss als Chance gesehen werden. Es ist zwar die letzte Patrone, aber es soll auch einen Re-Start für den FCK darstellen", hofft Eichelbaum. Dass sich der FCK zu diesem Schritt entschieden habe, begründete Voigt auch mit den Geschehnissen rund um Corona.

"Wir haben in der Phase des 'Lockdown' schnell gemerkt, dass die 82 Tagen, an denen hier kein Fussball gespielt wurde, die wirtschaftliche Lage deutlich verschärft haben", erläuterte Voigt den Wegfall von Einnahmen aus den Bereich Ticketing und Gastronomie, der beim sonst für Drittliga-Verhältnisse gut besuchten Betzenberg für finanzielle Lücken sorgte.

Unser ursprünglicher Artikel (12:24 Uhr):
Der FCK hat beim Amtsgericht in Kaiserslautern einen Antrag auf Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA gestellt, wie der Klub am Montag mitteilte. Die "Roten Teufel" hoffen durch diesen Schritt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

"Niemandem von uns ist diese Entscheidung leichtgefallen, Mit dieser Option auf eine mittel- und langfristige wirtschaftliche Sanierung können wir jedoch unsere Handlungsspielräume spürbar erweitern und dem Spielbetrieb den Rücken freihalten", erklärte Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt die Gedankengänge auf dem Betzenberg.

Kein Punktabzug

Auf den Spielbetrieb wird dieser Schritt nämlich keinen Einfluss haben. Normalerweise werden Klubs bei Eröffnung eines Insolvenzverfahrens neun Punkte abgezogen, dies wird beim FCK nicht der Fall sein: Der DFB hatte während der Saisonunterbrechung durch Corona verkündet, bei möglichen Insolvenzen von dieser Regelung Abstand zu nehmen.

Auf dem Traditionsklub aus der Pfalz lasten Schulden von über 20 Millionen Euro. Wie der Kicker (Ausgabe vom 15.06.2020) berichtete, stehen bereits Investoren bereit, diese machen den nun angestoßenen Schuldenschnitt aber zur Voraussetzung für ein Engagement.

"Das Investoren-Interesse an der Marke FCK war und ist enorm. Ebenso der Wille, diese Marke weiter zu entwickeln", hofft Voigt, mit einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung diese Hürde aus dem Weg geräumt zu haben.

Das Restprogramm des FCK