FCK: Im Sturm droht ein Überangebot

Acht Angreifer über den Sommer hinaus gebunden

Andri Runar Bjarnason

Auch verletzungsbedingt ist Andri Runar Bjarnason noch nicht richtig beim FCK angekommen. ©imago images/Werner Schmitt

Auch wenn weiterhin offen ist, wie es mit der unterbrochenen Saison weitergeht, laufen an vielen Drittliga-Standorten hinter den Kulissen parallel auch schon die Planungen für die kommende Spielzeit. Beim FCK spielt dabei die Verschlankung des Kaders eine Rolle.

„Wir wollen zukünftig einen kleineren Kader haben, das heißt, jeder ist gefordert, sich zu zeigen“, nimmt Sportdirektor Boris Notzon im Kicker (Ausgabe vom 30.04.2020) das aktuelle Personal in die Pflicht. Speziell in vorderster Front herrscht dabei ein Überangebot: „Wir haben im Offensivbereich einige Optionen. Es gibt einen Konkurrenzkampf, und dem müssen sich die Spieler stellen.“

Huth mit starker Entwicklung

Mit Timmy Thiele, Lucas Röser und Andri Runar Bjarnason stehen momentan drei gelernte Mittelstürmer im Kader, hinzu kommen mit Florian Pick und Christian Kühlwetter zwei weitere Akteure, die ebenfalls im Sturm aufgeboten werden können.

Außerdem kommt nach aktuellem Stand auch Elias Huth zurück. Der Mittelstürmer machte bei seiner Leihstation Zwickau mit acht Treffern und vier Vorlagen in 21 Partien auf sich aufmerksam. Ob Lukas Spalvis, bis 2022 an den FCK gebunden, nochmal eine Option darstellt, steht in den Sternen: Der 25-Jährige machte sein letztes Spiel im August 2018, seitdem bremst ihn ein Knorpelschaden aus.

Rechnet man Spalvis nicht mit ein, darf bei sechs Angreifern durchaus von einem Überangebot gesprochen werden. Da sich Pick und Kühlwetter auf den Zettel von Zweitligist Heidenheim schossen (unsere Schwesterseite Liga-Zwei.de berichtete), könnte sich dieses vermeintliche Problem jedoch von alleine lösen.

Röser & Bjarnason noch keine Faktoren

Aus finanziellen Gründen scheint ein Abgang nicht unwahrscheinlich, die sportlichen Folgen wären aber nicht zu unterschätzen: Pick führt mit elf Toren und sechs Vorlagen das Scorerranking des FCK an, Kühlwetter folgt mit zehn Treffern und fünf Assists direkt dahinter. Verlässt das Duo den Betzenberg, müsste sich ein anderes steigern.

Röser und Bjarnason sind seit ihrem Wechsel im vergangenen Sommer noch nicht die erhoffte Verstärkung, keiner der beiden Angreifer kann einen Drittliga-Treffer vorweisen. Ob Huth die Leistungen, die er in Sachsen abruft, auch in der Pfalz wiederholen kann, bleibt freilich abzuwarten.