FCK: Saibene kritisiert die Einstellung

"Einige nehmen es ein bisschen locker"

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 12.12.2020 | 09:24
Jeff Saibene an der Seitenlinie.

Jeff Saibene kann mit dem Defensivverhalten seiner Mannschaft nicht zufrieden sein. ©imago images/foto2press

Das Warten auf den dritten Saisonsieg beim FCK geht weiter. Zum Auftakt des 15. Spieltages unterlagen die Pfälzer der SpVgg Unterhaching mit 0:2 und verpassten damit den Befreiungsschlag. Sichtlich angefressen war nach Abpfiff Trainer Jeff Saibene.

„Es ist teilweise vielleicht auch Einstellungssache, dass man die Tore unbedingt verhindern will“, nahm er sich am Mikrofon von Magenta Sport seine Mannschaft zur Brust und stellte nüchtern fest: „Da habe ich manchmal das Gefühl, dass es einige ein bisschen locker nehmen.“

Mammut-Aufgabe gegen 1860 vor der Brust

Locker ist dabei die passende Bezeichnung für das Abwehrverhalten beim ersten Gegentor. Marius Kleinsorge, erneut als Rechtsverteidiger aufgeboten, rückte nur halbherzig ein, der wieder als Innenverteidiger aufgebotene Janik Bachmann war weit und breit nicht zu sehen – Patrick Hasenhüttl stand so völlig frei vor dem ins Tor zurückgekehrten Avdo Spahic und war zur Stelle. Beim zweiten Gegentreffer herrschte nicht genug Druck auf Christoph Greger, der nur noch seinen Fuß in einen Standard halten musste.

Viel Zeit, an den defensiven Abläufen zu feilen, bleibt derweil nicht. Bereits am kommenden Dienstag kommt 1860 München auf den Betzenberg, die „Löwen“ haben die drittbeste Offensive der Liga im Gepäck. Neben einer anderen Einstellung als am Freitag dürfte dann auch eine andere Aufstellung nicht überraschen.

Carlo Sickinger kehrte nach auskurierter Muskelverhärtung wieder in die Startelf zurück, wurde von Saibene allerdings im defensiven Mittelfeld aufgeboten. Der Kapitän stellt ebenso eine Option für die Innenverteidigung dar wie Alexander Winkler.

Winkler statt Bachmann?

Der Neuzugang aus Unterhaching, von einem Rippenbruch genesen, stand an alter Wirkungsstätte zum zweiten Mal in dieser Spielzeit im Kader der „Roten Teufel“. Auf Einsatzminuten wartet der 28-Jährige allerdings noch. Denkbar, dass im Heimspiel gegen die „Löwen“ seine Stunde schlägt und er Bachmann ersetzt.

Denn zur Entstehungsgeschichte der 0:2-Niederlage gehört auch, dass der FCK nicht viele Torchancen zuließ. Die Doppel-Sechs Sickinger und Tim Rieder hielt bereits einiges vom eigenen Tor weg und machte ihre Sache ordentlich. In den entscheidenden Momenten war auf die letzte Verteidigungslinie vor Spahic allerdings kein Verlass.