FCK: Schommers-Ansage an Mannschaft

Nächster Rücktritt in der Führungsetage

Boris Schommers beim FCK

Boris Schommers erwartet von seiner Mannschaft eine klare Steigerung. ©Imago images/Picture Point

Update (13:45 Uhr):
Während es beim FCK sportlich nicht rund läuft, setzen sich die Querelen abseits des Platzes fort: Heute gab Vereinsvorstand Tobias Frey bekannt, dass er sein Amt mit sofortiger Wirkung niederlegt. Als Begründung führte er unter anderem auf Facebook an: „Nach lediglich vier Wochen der Amtstätigkeit als Vorstandsmitglied muss ich leider feststellen, dass ich bereits in dieser Zeit Vorkommnisse erleben musste, die leider mit meinen Werten nicht vereinbar sind.“

Ursprünglicher Artikel:
Es war ein schwerer Gang für die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Nach der 1:3-Niederlage in Chemnitz standen Sickinger und Co. bedröppelt vor der Fankurve, die FCK-Fans, die bis zum Abpfiff geblieben waren, entluden ihren Frust verbal und mit eindeutigen Gesten.

Verständlich ist der Ärger durchaus. Erst ein Sieg steht unter dem neuen Trainer Boris Schommers zu Buche, 3:1 gegen Schlusslicht Jena. Auswärts präsentieren sich die Roten Teufel seit Wochen als gern gesehener Gast, kassierten bereits zum sechsten Mal in Folge drei Gegentreffer auf Reisen. Die Folge der Negativ-Serien: Der FCK findet sich in der wichtigsten aller Statistiken, der Tabelle, auf einem Abstiegsplatz wider.

Schlechte Starts

Doch wie kommt es zu der Misere? Ein Mitgrund sind die frühen Gegentore, die die Schommers-Elf schlucken muss. Bereits in Duisburg lag sie nach elf Minuten zurück, in Chemnitz dauerte es neun Minuten bis zum ersten Gegentreffer. Dies ist ein strukturelles Problem: Bereits siebenmal musste Grill in den ersten 15 Minuten hinter sich greifen – ligaweit der höchste Wert.

Nach dem Spiel beim CFC schlug nun Schommers in diese Kerbe und richtet eine klare Ansage an seine Elf. „Ich habe der Mannschaft ganz deutlich gesagt, wenn sie nicht versteht, dass in einem Spiel ab der ersten Minute gekämpft und gefightet werden muss, dann werden wir keine Spiele gewinnen“, so der Fußballlehrer bei MagentaSport.

Wo ist die Reaktion?

Schommers haderte nicht nur mit dem Auftreten seiner Mannschaft, sondern auch mit den Entscheidungen des Schiedsrichter-Gespanns. Dass allerdings Ausreden in der aktuellen Situation der Roten Teufel nicht gefragt sind, weiß der 40-Jährige und nimmt sich selbst in die Verantwortung, sodass „ich dafür sorge, dass die Mannschaft in den ersten 20 Minuten eine bessere kämpferische Leistung zeigt“.

Darüber hinaus ist allerdings auch im weiteren Spielverlauf eine Steigerung nötig, denn gegen den CFC fand in der zweiten Halbzeit nahezu kein Aufbäumen statt. Auch das passt ins Bild: Viermal lag der FCK in dieser Saison zur Pause zurück, vier Niederlagen stehen in diesen Spielen zu Buche.

Übrigens: Der kommende Gegner hat in dieser Statistik eine genau gleiche Bilanz. Gemeint sind die Würzburger Kickers, die ihrerseits mit den zuletzt gezeigten Leistungen hadern. Gegen den FWK muss wie von Schommers gefordert eine Steigerung zu Spielbeginn folgen, allerdings wäre auch ein längerer Atem diesmal sinnvoll. Denn die Kickers kassierten bereits zwölf Gegentore in der Schlussviertelstunde – Ligahöchstwert.

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