FCK: Systemumstellung als Problemlösung?

Offensiv & defensiv mit Luft nach oben

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 28.09.2020 | 08:51
Boris Schommers an der Seitenlinie.

Mit den Leistungen und Ergebnissen seines FCK kann Boris Schommers nicht zufrieden sein. ©imago images/Picture Point

Null Tore, null Punkte: Seinen Saisonstart hat der FCK in den Sand gesetzt. Auch wenn die Tabelle nach zwei Spieltagen selbstverständlich noch nicht die ganz große Aussagekraft hat, dürften auf dem Betzenberg bereits die Alarmglocken schrillen. Zumal die Pfälzer neben dem Spiel gegen Türkgücü (0:3) auch Marvin Pourié verloren.

Die Leihgabe des KSC lieferte sich in der Schlussphase des Spiels eine Rangelei um den Ball mit Torhüter Rene Vollath, dann standen sich die beiden Stirn-an-Stirn gegenüber. Nach einem kleinen Wortgefecht gab es die gelbe Karte für beide, für Pourié die zweite an diesem Nachmittag und damit in der Summe gelb-rot.

Umstellung auf einen zentralen Angreifer?

Die Fahrt zum SV Wehen Wiesbaden am Montag in einer Woche wird er also nicht antreten. Der Doppelsturm Pourié/Huth, den Trainer Boris Schommers an den ersten beiden Spieltagen – mit Blick auf die bisherige Ausbeute erfolglos – aufbot, ist damit gesprengt. Ob Lucas Röser, der die ersten beiden Spieltage auf Grund von muskulären Problemen verpasste, dann wieder eine Option darstellt, bleibt abzuwarten.

Ebenso wie die Frage nach dem System. Der Zwei-Mann-Sturm, ergänzt von Marlon Ritter im offensiven Mittelfeld, konnte auch gegen Türkgücü kaum Impulse setzen. Was aber erneut auch daran lag, dass es im Spielaufbau der „Roten Teufel“ gewaltig stockte.

Eine mögliche Lösung wäre die Umstellung auf einen zentralen Mittelstürmer, dem zwei klassische Flügelstürmer an die Seite gestellt werden. Die beiden Letztgenannten könnten sich bei eigenem Ballbesitz etwas zurückfallen lassen, die beiden offensiven Halbpositionen im Mittelfeld so unterstützen und eine zusätzliche Anspielstation darstellen.

Gegen den Ball könnte das Mittelfeld so dichter gestaffelt agieren, was weniger Lücken anbieten dürfte. Grundsätzlich wacher sollte das Personal aber unabhängig von seiner taktischen Marschroute agieren, speziell bei den ersten beiden Türkgücü-Treffern gaben die „Roten Teufel“ nur besseren Begleitschutz.