FCK: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Christian Kühlwetter und Timmy Thiele beim Sprint

Seit 16. Juni bereiten sich Kühlwetter (l.), Thiele und Co. auf die neue Saison vor. ©Imago images/Eibner

In der vergangenen Saison verfehlte der 1. FC Kaiserslautern den angepeilten direkten Wiederaufstieg deutlich. Die Ansprüche beim Traditionsverein sind jedoch auch für die kommende Spielzeit hoch – doch kann der FCK diese auch erfüllen? Wir machen den Teamcheck und schauen uns Kader, Form und mehr genauer an.

Kader & Transfers

Ideal lief die Kaderplanung beim FCK nicht. Der Transfer von Wunschkandidat Nicolas Sessa konnte nicht realisiert werden, der benötigte Sechser vor der Abwehr ist noch immer nicht gefunden. Neue Impulse gibt es hingegen für das Tor: Aus Cottbus kommt Avdo Spahic, zusammen mit Lennart Grill haben die Pfälzer zwei talentierte Keeper in ihren Reihen.

Die Formation der Abwehr dürfte kein großes Geheimnis sein. Lässt Hildmann mit einer Viererkette spielen, heißt die erste Reihe wohl Schad, Kraus, Neuzugang José Matuwila und Sternberg.  Im zentralen Mittelfeld ergeben sich nach den Abgängen von Albaek und Löhmannsröben kaum Alternativen zu Sickinger und Bergmann.

Dieses Duo stand in der vergangenen Saison siebenmal gemeinsam für den FCK auf dem Platz und zeigte zuletzt in der Vorbereitung vielversprechende Ansätze. Mit Manfred Starke kommt außerdem ein Spieler, der speziell im offensiven Mittelfeld seine Qualitäten hat und auch als hängende Spitze agieren kann.

Auf den Außenbahnen ist Schnelligkeit angesagt. Pick oder Jonjic bringen diese mit. Auch Simon Skarlatidis kann dort agieren. Der 28-Jährige Neuzugang von den Würzburger Kickers ist ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann.

Voraussichtlich baut Hildmann auf einen Zweier-Sturm: Neuzugang Andri Runar Bjarnason kann Bälle halten und verteilen. Seine Knipserfähigkeiten hat er in Schweden bewiesen, allerdings muss er sich zunächst an die dritte Liga gewöhnen. Ihm zur Seite stehen Thiele sowie Kühlwetter. Letzterer konnte wie andere Leistungsträger (Sickinger) gehalten werden.

Die aktuelle Form

In der frühen Phase der Vorbereitung ging der FCK mit 1:4 gegen Regionalligist FSV Frankfurt, zeigte sich zuletzt allerdings deutlich verbessert. Gegen den SV Sandhausen feierte die Elf von Trainer Sascha Hildmann einen 1:0-Sieg. Dabei präsentierte sich Kaiserslautern geordnet in der Defensive, das Zusammenspiel im Angriff wirkte ebenfalls gut abgestimmt. Zweit weitere Tests stehen noch an: Am 9. Juli gegen den FC Homburg sowie drei Tage später gegen den AFC Wimbledon.

Sascha Hildmann im Training

Trainer mit FCK-Vergangenheit: Sascha Hildmann (hinten) hat seit Dezember 2018 das Sagen. ©Imago images/Eibner

Stärken & Schwächen

Viele Abgänge musste der FCK nicht hinnehmen, die Mannschaft wird besser eingespielt sein, also nach dem großen Umbruch im vergangenen Sommer. Speziell mit Kühlwetter und Sickinger haben die Pfälzer wieder Identifikationsfiguren auf dem Platz, die mit Lauf- und Einsatzbereitschaft vorangehen.

In einzelnen Mannschaftsteilen sind die Roten Teufel allerdings noch zu dünn besetzt, was im Laufe einer langen Saison zum Problem werden könnte. Interessant war in der vergangenen Saison die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten.

Während auf dem Betzenberg die Defensive bei nur 18 Gegentreffern meist gut stand, was allerdings zu Lasten der Offensive ging, kassierte der FCK auswärts satte 33 Gegentreffer (vierthöchster Wert der Liga). Auswärts stabiler aufzutreten und zuhause die nötige Dominanz an den Tag zu legen wird für Kaiserslautern die Hauptaufgabe werden. Ein weiterer wichtiger Faktor: Die Chancenverwertung müssen die Roten Teufel dringend verbessern.

Der Trainer

Sascha Hildmann kommt aus der Region, identifiziert sich zu 100 Prozent mit dem Verein und kennt dessen Eigenheiten ganz genau – eine wichtige Voraussetzung, um auf dem Betzenberg erfolgreich zu sein. Der Fußballlehrer gibt sich stets fannah, was ihm die Anhänger auch hoch anrechnen.

Er gilt als ruhiger Vertreter, der viel mit seinen Spielern spricht. Bei seiner vorherigen Saison machte er aus wenigen Mitteln bei der SG Sonnenhof Großaspach zunächst viel. Zudem weiß er mit jungen Spielern umzugehen. Der Fokus lag unter Hildmann bisher allerdings auf der Defensive, er gilt als Trainer, der ungern großes Risiko geht. Jetzt muss er beweisen, dass er dem FCK auch offensiv ein funktionierendes Korsett verpassen kann.

Fazit & Prognose

Konstanz heißt das Zauberwort beim FCK – ein Umbruch blieb aus, stattdessen vertraut Kaiserslautern auf einige erfahrene Recken sowie junge, hungrige Spieler aus dem eigenen Stall. Das Team wurde gut ergänzt, doch vor der Abwehr fehlt noch ein Zentrumsspieler. Kann Hildmann, unter dem die Roten Teufel in der vergangenen Saison kein einziges Mal zwei Spiele in Folge gewannen, die Konstanz jetzt auch auf den Platz bringen, spielt Lautern um Platz drei mit.

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